Die Bank Coop legt zu

BASEL - Der konsolidierte Jahresgewinn der Bank Coop AG hat im Jahr 2003 um 10,4% auf 38,3 Millionen Franken zugenommen. Der Bruttogewinn stieg um 2,6% auf CHF 93.5 Mio. Die Hypothekarausleihungen legten um 7,3% auf CHF 7,6 Mia. und die Spar- und Anlagegelder um 9,6% auf CHF 4,5 Mia. zu. Während der Betriebsertrag mit 228,2 Millionen Franken um 2,7% abnahm, ging der Geschäftsaufwand um -6,1% auf 134,7 Millionen Franken zurück. Der Kurs der Bank Coop Aktie legte vom 31.12.2002 bis 31.12. 2003 um 25,7% auf CHF 232.50 zu. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung die Ausschüttung einer unveränderten Bruttodividende von CHF 8.50 pro Inhaberaktie.

Von einem "sehr respektablen Ergebnis in einem schwierigen Umfeld" sprach Verwaltungsratspräsident Dr. Willi Gerster. Er hielt fest, dass für die Bank Coop die Zugehörigkeit zum Konzern Basler Kantonalbank grosse Chancen bietet und betonte, wie wichtig eine eigenständige Positionierung der Bank Coop sei. Im Hinblick auf die äusserst erfreuliche Entwicklung des Aktienkurses wies er darauf hin, dass der Antrag des Verwaltungsrates auf die Einführung einer Einheitsaktie von der Börse sehr positiv aufgenommen worden ist. Ausserdem hätten sich die Aufnahme der Bank Coop Aktie in den MSCI (Morgan Stanley Capital International) Switzerland Small Cap Index sowie in die nachhaltigen Anlageuniversen der Bank Sarasin & Cie AG. und der Zürcher Kantonalbank als kurssteigernde Faktoren erwiesen.

 

Der Vorsitzende der Geschäftsleitung, Hans Rudolf Matter, stellte fest, dass sich die Bank Coop auch im Jahr 2003 auf dem eingeschlagenen Kurs weiter entwickelte. Dabei sei "die Zunahme der Hypothekarausleihungen in einem immer härter werdenden Wettbewerb sehr beachtlich". Auf der Passivseite habe vor allem das im Februar 2003 neu lancierte Sparkonto Supercard die "eigenen Erwartungen deutlich übertroffen". Am Jahresende lag das Volumen dieses exklusiven Sparkontos, bei dem Neugeld mit Superpunkten belohnt wird, bei CHF 282 Mio..

 

Der leichte Ertragsrückgang beruht in erster Linie auf einem geringeren Erfolg aus dem Zinsengeschäft. Ein wesentlicher Grund dafür liege, so Matter, in einer starken Verlagerung von den variablen Hypotheken zu Festhypotheken mit deutlich geringeren Margen. Bei der Bank Coop hat sich der Anteil der Festzinshypotheken an den Hypothekarausleihungen vom 31.12. 2001 bis zum 31.12.2003 von 27,4% auf 74,2% erhöht. Ausserdem hätten sich auch die äusserst attraktiven Konditionen in der Promotionsphase bei Produkten wie der Starthypothek auf der Aktiv- oder dem Sparkonto Supercard auf der Passivseite zinserfolgsmindernd ausgewirkt.

 

Der Ertragsrückgang konnte aber mit einem strengen Kostenmanagement und damit verbunden einem klaren Rückgang des Geschäftsaufwandes mehr als wettgemacht werden. Dabei konnten vor allem die Kosten für den IT-Betrieb deutlich gesenkt werden. Der Sachaufwand nahm um -11.6% auf CHF 59,2 Mio. ab. Gesunken ist auch der Personalaufwand, der leicht um -1,4% auf CHF 75,5 Mio. zurückging.

 

Das gute Ergebnis hat es der Bank Coop erlaubt, im Hinblick auf das künftige Wachstum CHF 11 Mio. an die Reserven für allgemeine Bankrisiken zuzuweisen. Nach den neuen Rechnungslegungsvorschriften wird diese Zuweisung im konsolidierten Abschluss - im Gegensatz zum Einzelabschluss - nicht mehr abgezogen. Der konsolidierte Jahresgewinn ist deshalb um 10,4% gestiegen, während der Einzelabschluss mit CHF 30,7 Mio. um -15,8% gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Der Bilanzgewinn ist hingegen um 1.7% auf CHF 42,7 Mio. gewachsen.

 

Für das laufende Jahr werde die Wachstumsstrategie konsequent weiter verfolgt, sagte Matter. Insbesondere wolle die Bank Coop neue Kundschaft gewinnen. Ein wesentliches Instrument zur Erreichung dieses Ziel ist das neu konzipierte Privatkonto. Auf den 1. Januar hat die Bank Coop die Kontoführungsgebühren bei einem konstanten Mindestsaldo von CHF 1000.- abgeschafft. Zudem kann mit der Bank Coop Maestro-Karte an allen Geldausgabeautomaten in der Schweiz gebührenfrei Bargeld in Schweizer Franken bezogen werden. Die Einführung des gebührenfreien Privatkontos hat bereits in den ersten Wochen des Jahres 2004 zu einer deutlich erhöhten Nachfrage geführt.

 

Konsolidierte Jahresrechnung 2003
Kennzahlen

 

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Christoph Loeb
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