Die Bank Coop legt kräftig zu

BASEL – Der konsolidierte Jahresgewinn der Bank Coop AG hat um 50,2% auf 57,5 Millionen Franken zugenommen und damit eine Rekordhöhe erreicht. Der Bruttogewinn stieg um 3,4% auf CHF 96.7 Mio. Während der Betriebsertrag mit 228,2 Millionen Franken stabil blieb, ging der Geschäftsaufwand um weitere -2,4% auf 131,5 Millionen Franken zurück. Der Kurs der Bank Coop Aktie stieg um 12,9% auf CHF 52.50. Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung eine unveränderte Bruttodividende von CHF 1.70 pro Inhaberaktie.

 

Das Geschäftsjahr im Überblick

Kennzahlen

 

Von einem "erfreulichen Ergebnis" sprach Verwaltungsratspräsident Dr. Willi Gerster. Er hielt fest, dass sich die Bank Coop auf einem stetigen Wachstumskurs befindet und zeigte sich für die Zukunft optimistisch.

 

Nachhaltiges Wachstum

Die Bilanzsumme der Bank Coop überschritt 2004 mit CHF 10,2 Mia. erstmals die 10-Milliarden-Grenze. Das Wachstum widerspiegelt sich auf der Aktivseite in einer weiteren Zunahme der Hypothekarausleihungen um 7,6% auf CHF 8,1 Mia. Moderater fiel das Wachstum bei den Spargeldern aus, die um 3,6% auf CHF 4,64 Mia. zunahmen. Hauptursache für das verlangsamte Wachstum der Spargelder war gemäss David Becher, dem Vorsitzenden der Geschäftsleitung, die gegenüber dem Vorjahr deutlich geringere Volumenzunahme beim Sparkonto Supercard. Deutlich zugenommen haben dafür die übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden, die sich um 11,4% auf CHF 1,68 Mia. erhöhten. Insgesamt betrug das Volumen der Kundenvermögenswerte am 31.12.2004 CHF 14,3 Mia.

 

Highlight Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft

Auf der Ertragsseite sticht das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft mit einer Zunahme von 8,9% auf CHF 56,6 Mio. heraus. Praktisch stabil geblieben ist der Hauptertragspfeiler der Bank Coop, das Zinsengeschäft. Es nahm leicht um 1,1% auf CHF 154,0 Mio. ab. Dieses Ergebnis ist einerseits das Resultat von tiefen Margen im Hypothekargeschäft und weiteren Umschichtungen von variablen zu Festhypotheken. Andrerseits hat die Bank Coop in den ersten drei Quartalen aus den Zinsabsicherungsgeschäften aufgrund einer im Jahre 2003 beschlossenen Strategieänderung zur Risikominimierung kaum Erträge erzielt. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft nahm um 5,0% auf CHF 13,2 Mio. ab, was unter anderem auf bewusst tiefe Risiken im Nostro-Handel zurückzuführen ist. Der übrige ordentliche Erfolg schliesslich ging bedingt durch den tieferen Immobilienerfolg um 33,7% auf CHF 4,1 Mio. zurück.

 

Aufwand noch einmal reduziert

Mit einem strengen Kostenmanagement konnte der Geschäftsaufwand gegenüber Vorjahr noch einmal um 2,4% auf CHF 131,5 Mio. gesenkt werden. Diese Reduktion wurde in erster Linie durch eine Verminderung des Sachaufwandes erreicht. Er ging um 6,6% auf CHF 55,4 Mio. zurück. Massgeblich zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen haben eine signifikante Senkung der IT-Betriebskosten sowie das Insourcing des Druckzentrums. Der Personalaufwand ist mit einer minimen Steigerung von 0,9% auf CHF 76,1 Mio. praktisch stabil geblieben. Der Personalbestand hat teilzeitbereinigt (Lehrlinge zu 50% berechnet) von 633 Personaleinheiten leicht auf 628 Personaleinheiten abgenommen. Der stabile Ertrag und das erfolgreiche Kostenmanagement spiegeln sich auch in der Cost/Income-Ratio wider. Diese hat von 59% im Vorjahr auf 57,6% abgenommen.

 

Altlasten bereinigt

Die Altlasten, die nach der Übernahme der Aktienmehrheit durch die Basler Kantonalbank bestanden hatten, konnten bis Ende 2004 faktisch bereinigt werden. In diesem Zusammenhang sprach Dr. Willi Gerster den Vertretern von Coop einen besonderen Dank für die gute Zusammenarbeit in der Work-out-Organisation aus und bezeichnete Coop als "manchmal sehr harten aber immer fairen und zuverlässigen Partner". Die diversen Liegenschaftsverkäufe sind auch der Hauptgrund für die hohe Zunahme des ausserordentlichen Ertrags, der gegenüber Vorjahr auf CHF 12,6 Mio. gestiegen ist.

 

Reserven weiter gestärkt

Das gute Ergebnis erlaubt es der Bank Coop, im Hinblick auf das künftige Wachstum CHF 22,5 Mio. (Vorjahr: CHF 11 Mio.) an die Reserven für allgemeine Bankrisiken zuzuweisen. Nach den Rechnungslegungsvorschriften wird diese Zuweisung im konsolidierten Abschluss - im Gegensatz zum Einzelabschluss - nicht mehr abgezogen. Der konsolidierte Jahresgewinn ist deshalb um 50,2% gestiegen, während er im Einzelabschluss mit CHF 30,2 Mio. leicht um -1,8% gegenüber dem Vorjahr gesunken ist. Der Bilanzgewinn ist hingegen um 0.4% auf CHF 42,9 Mio. gewachsen.

 

Erfreuliche Entwicklung der Bank Coop Aktie

Die Fortschritte der Bank Coop lohnen sich auch für ihre Aktionärinnen und Aktionäre. An der letztjährigen Generalversammlung wurde mit der Einführung der Einheitsaktie eine wichtige Voraussetzung für das Funktionieren der Aktionärsdemokratie geschaffen und der Kurs der Aktie hat weiter zugelegt. Er stieg um 12,9% von CHF 46.50 auf CHF 52.50. Die beantragte Bruttodividende von 8,5% oder CHF 1.70 pro Aktie entspricht einer Dividendenrendite von 3,2%. Damit gehört die Aktie der Bank Coop weiterhin zu den Dividendenperlen.

 

Optimistisch für die Zukunft

Für die Zukunft gab sich VR-Präsident Dr. Willi Gerster optimistisch. Dank der Bereinigung der Altlasten, dank der hervorragenden Aufbauarbeit in den letzten Jahren und mit einem starken Mutterhaus im Rücken sei die Bank Coop heute sehr gut gerüstet für die nächsten Jahre und für den Sprung über die 100-Millionen-Bruttogewinn-Grenze, der für 2005 budgetiert ist.

 

Konsolidierte Jahresrechnung 2004

Einzelabschluss

5-Jahres Vergleich wichtiger Kennzahlen

 

Für weitere Auskünfte:

Christoph Loeb
Leiter Kommunikation
Tel. 061 286 24 04
E-mail: christoph.loeb@bankcoop.ch