Konditionsanpassung bei Nichteinhaltung von Kündigungsfristen

Wer ist von der Erhöhung des Kapitalabzugs betroffen?

Von der Erhöhung des Kapitalabzugs sind lediglich Kunden betroffen, welche einen höheren Betrag auf Ihrem Konto abziehen als die jeweilige Freigrenze.

 

Was bedeutet die Erhöhung des Kapitalabzugs konkret für mich als Kunde?

Der Kapitalabzug tritt in Kraft, wenn Rückzugsbestimmungen von Geldbeträgen ab Ihrem Konto nicht eingehalten werden.

Beispiel: Ein Kunde hat auf einem Sparkonto 40‘000 CHF angelegt. Der Kunde kann jeden Monat 10‘000 CHF beziehen, ohne dass ein Kapitalabzug erfolgt. Will der Kunde mehr Geld beziehen, so kann er dies im Voraus (3 Monate Kündigungsfrist) ankündigen. Auch in diesem Fall zahlt der Kunde keinen Kapitalabzug, sofern er sein Geld nach diesen 3 Monaten bezieht. Der Kapitalabzug fällt dann an, wenn der Kunde ohne Kündigung mehr als die 10‘000 CHF pro Monat bezieht. Bei einem Bezug von 20‘000 CHF ohne entsprechende Kündigung oder ohne Einhaltung der Kündigungsfrist erfolgt ein Kapitalabzug von 100 CHF bzw. ab 1. August 2015 ein Kapitalabzug von 200 CHF (CHF 10‘000 sind frei verfügbar).

Details zu den Rückzugsbedingungen finden Sie auf den Factsheets der Konti.
http://www.bankcoop.ch/de/Privatkunden/Zinssaetze-und-Konditionen
 

Was hat die FINMA mit dem Kapitalabzug zu tun?

Die FINMA hat zur Sicherstellung der Liquidität und damit auch zur Absicherung der Kundengelder erhöhte Vorschriften für Banken eingeführt. Diese sehen die von der Bank Coop getätigten Anpassungen (Erhöhung des Kapitalabzugs auf 2%) vor.

Nähere Informationen finden Sie im Rundschreiben 2015/2 „Liquiditätsrisiken Banken“ (insbesondere Randziffer 197).