AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Etwas leichter - Roche belasten
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat zum Wochenschluss etwas tiefer geschlossen. Der Berichtstag glich der gesamten Börsenwoche: Nach frühen Gewinnen ging schnell einmal der Schnauf aus und am Ende lief es auf ein Nullsummenspiel hinaus. In einer eher ruhigen und impulslosen Sitzung seien auch heute die Schwankungen sehr gering ausgefallen, fassten Händler das Geschehen zusammen. Am Freitag lasteten vor allem Roche auf dem Gesamtmarkt.
Wenig richtungsweisend fielen auch die am Nachmittag publizierten Konjunkturdaten aus den USA aus: So hat sich im März das von der Uni Michigan erhobene Konsumklima überraschend eingetrübt. Zudem waren die Lagerbestände der Unternehmen im Januar stabil geblieben. Die Einzelhandelsumsätze waren im Februar hingegen überraschend gestiegen.
Das Blue-Chips-Barometer SMI schloss 0,22% tiefer auf 6`836,60 Punkten. SMI büsste im Wochenvergleich um leichte 0,2% ein. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) sank um 0,02% auf 1`045,96 und der SPI um 0,16% auf 5`949,97 Punkte.
Tagesgespräch waren Roche, deren Genusscheine sich um 3,0% verbilligten. Der Blockbuster Avastin hat in einer zulassungsrelevanten Studie das Ziel verfehlt und wird damit nicht für die zusätzliche Indikation Prostatakrebs zugelassen. Damit ist der Pharmakonzern in zwei der drei jüngsten Phase-III-Studien mit Avastin gescheitert.
Analysten relativierten den Fehlschlag. Doch die teils als erwartet, teils als enttäuschend bezeichneten Studienergebnisse hätten bei vielen Marktteilnehmern Anlass zu Gewinnmitnahmen gegeben, hiess es im Handel.
Die anderen defensiven Schwergewichte Novartis (-0,5%) und Nestlé (+0,1%) vermochten die von den Roche-Bons vorgegebene Richtung nicht zu korrigieren.
Durch grössere Verluste fielen auch Sonova (-2,3%) auf. Auch in diesen Titeln habe es sich um Gewinnmitnahmen gehandelt, hiess es im Handel. Auslöser sei der erstmalige Rückgang des US-Hörgerätemarktes seit Ende 2008 gewesen.
Zum Teil deutliche Aufschläge gab es hingegen in den Finanzwerten. Allen voran GAM zogen um 2,8% an, die Titel des ehemaligen Mutterhauses Julius Bär stiegen um 1,4%. Bei den Grossbanken standen insbesondere UBS (+2,0%) auf den Einkaufszetteln der Händler, während Credit Suisse (+0,7%) etwas weniger stiegen. Bei der UBS wurden laut Händlerangaben einmal mehr Gerüchte herumgereicht, die Bank wolle sich vom amerikanischen Wealth Management trennen.
Unter den Assekuranzaktien zogen Swiss Re (+0,3%), ZFS (+1,0%) und Bâloise (+1,0%) an. Das Thema "Griechenlandbankrott" sei bei den Finanzwerten nun endgültig ausgepreist worden, hiess es im Handel.
ABB rückten um 1,2% auf 22,43 CHF vor und profitieren von einer deutlichen Kurszielerhöhung durch die Citigroup auf 27 CHF. Das US-Institut hat dabei gleichzeitig die Kaufempfehlung für das Papier bekräftigt. Der Konzern biete weiterhin attraktive längerfristige Wachstumsaussichten, so die Begründung.
Grössere Gewinne verzeichneten auch Petroplus (+2,2%), Nobel Biocare (+1,4%), Logitech (+0,8%) und Clariant (+0,9%).
Im breiten Markt zogen StarragHeckert trotz leicht enttäuschendem Jahresgewinn um 2,1% an, Mobilezone legten ebenfalls nach Jahreszahlen gar um 4,9% zu. Escor kletterten nach dem am Vorabend publizierten Jahresergebnis gar um 8,0%. BVZ schliesslich haussierten nach Zahlen um 7,0%.
u-blox legten nach einem Auftrag von Fujitsu um 2,6% zu. Meyer Burger (+2,8%) haben einen 20-Mio-Auftrag aus China erhalten. Mindset legen am Tag der ausserordentlichen Generalversammlung, wo es um das Überleben der Firma geht, 12,1% zu. Die Titel wurden um 14.30 Uhr vor Handel ausgesetzt und die Generalversammlung ist noch im Gange.
ra/ch
News
ÜBERSICHT SCHWEIZ/Börsenrelevante Informationen
Zürich (awp) - Nachfolgend eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen für den laufenden Börsentag (Nachmittag):
UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
- Roche verfehlt mit Avastin primären Endpunkt bei Prostatakrebs
- Bâloise: DR Leben/Sach und DR Kranken lösen Organisationsvertrag sofort auf
- Bâloise nominiert Michael Becker für Wahl in den Verwaltungsrat
- GAM nominiert Diego du Monceau für die Wahl in den Verwaltungsrat
- Syngenta erhöht Gehälter in Basel, Dielsdorf, Kaisten, Münchwilen, Stein um 1%
- Mindset für den restlichen Tag vom Handel ausgesetzt
- StarragHeckert 2009: Reingewinn 11,5 Mio CHF (VJ 24,8 Mio)
EBIT 15,4 Mio CHF (VJ 35,1 Mio)
Dividende auf 15 CHF (NWR) gesenkt (VJ 20 CHF)
2010: Umsatz und Gewinn unter VJ erwartet
VRP an BMK: Erholung auf tiefem Niveau zeichnet sich ab
- Mobilezone 2009: Umsatz 297,9 Mio CHF (VJ 318,0 Mio)
Konzerngewinn 23,3 Mio CHF (VJ 22,9 Mio)
Dividende von 0,55 CHF (VJ 0,43 CHF) je Aktie vorgeschlagen
Sieht laufendem Geschäftsjahr optimistisch entgegen
CEO im Interview mit AWP:
2010 gut gestartet - Vernünftige Volumen im Januar/Februar
Momentan keine Zukäufe im Blick - Fokus auf org. Wachstum
- BVZ 2009: Ertrag 126,8 Mio CHF (VJ 130,8 Mio)
EBITDA 30,1 Mio CHF (VJ 24,5 Mio)
Konzerngewinn von 7,2 Mio CHF (VJ 5,6 Mio)
Dividende von unverändert 9,00 CHF je Aktie vorgeschlagen
- Flughafen Zürich: Passagier-Aufkommen im Februar +8,9% gg VJ auf 1`545`724
- Escor 2009: Reingewinn von 1,7 Mio CHF - Dividende von 1,00 CHF pro Aktie
- Meyer Burger schliesst Vertrag über 20 Mio CHF mit chinesischer Jiangxi Sornid
- ENR Russia Invest: Paramount Finanz scheitert mit Antrag auf Sonderprüfung
- u-blox stattet Mini-Notebook von Fujitsu mit GPS-Technologie aus
- Zehnder schlägt Urs Buchmann zur Neuwahl in den Verwaltungsrat vor
- Rätia Energie verzeichnet Abgang im Verwaltungsrat
BETEILIGUNGSMELDUNGEN
- UBS/Government of Singapore meldet Anteil von 6,454%
- Alpine Select meldet 3,17% eigene Aktien
PRESSE FREITAG
- keine relevanten Nachrichten
ANSTEHENDE INFORMATIONEN VON UNTERNEHMEN
Freitag:
- aoGV: Mindset
Montag:
- Forbo: Ergebnis + BMK 2009
- Partners Group: Ergebnis + BMK 2009
- Tornos: Ergebnis + BMK 2009
- Mikron: Ergebnis + BMK 2009
- BFW Liegenschaften: Ergebnis + BMK 2009
- Aryzta: Ergebnis H1
- GV: Schindler
Dienstag:
- Crealogix: Ergebnis H1
- Helvetia: Ergebnis + BMK 2009
- AFG: Ergebnis + BMK 2009
- Bucher Industries: Ergebnis + BMK 2009
- Kardex: Ergebnis + BMK 2009
- MCH Group: Ergebnis 2009
- Lindt & Sprüngli: Ergebnis + BMK 2009
- Galenica: Ergebnis + BMK 2009
- GV: Walter Meier
WICHTIGE ANSTEHENDE WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN
- CH/BFS: Produzenten- und Importpreisindex Februar (Montag)
- CH/Seco: Konjunkturprognosen vom März 2010 (Dienstag)
WIRTSCHAFTSDATEN
- SNB: Kassazinssatz 1,95 (1,92)%; Sondersatz 0,52 (0,53)%
Repos 1-Woche zu 0,05%; 3-Mte-CHF Libor bei 0,25%
- EUROZONE/Industrieproduktion Januar +1,4% gg Vorjahr
+1,7% gg Vormonat(Prog. +0,7)
- CH/Finma und SNB verstärken Zusammenarbeit im Bereich Finanzstabilität
- CH/UVEK: Kapitalverzinsung für Stromnetze wird erst 2011 angepasst
- US/Einzelhandelsumsatz Feb +0,3% (PROG: -0,3%) gg Vm
Einzelhandelsumsatz ex Kfz Feb +0,8%
- US/Index Uni Michigan Mitte März 72,5 (Feb: 73,6)
- US/Lagerbestände Jan unverändert; (PROG: +0,1%) gg Vm
SONSTIGES
- Nächster Eurex-Verfall: 19.3.2010
- ex-Dividende: Also (0,70 CHF per HEUTE)
BÖRSENINDIZES (16.05 Uhr)
- SMI: -0,17% auf 6`840 Punkte
- SLI: -0,10% auf 1`045 Punkte
- SPI: -0,16% auf 5`950 Punkte
- Dax: +0,21% auf 5`941 Punkte
- FTSE 100: +0,40% auf 5`640 Punkte
- CAC 40: -0,12% auf 3`924 Punkte
- Dow Jones: +0,01% auf 10`613 Punkte
- Nasdaq Comp: -0,17% auf 2`365 Punkte
Schwächste Titel im SLI/SMI:
- Roche (-2,7%)
- Sonova (-2,1%)
- Geberit (-1,3%)
- Swatch (-0,9%)
- Actelion (-0,8%)
Stärkste Titel im SLI/SMI:
- Petroplus (+2,3%)
- GAM Holding (+2,2%)
- UBS (+2,1%)
- Baloise (+1,2%)
- ABB (+1,0%)
Auffällige Bewegungen SPI:
- CPH (-5,1%)
- Tamedia (-3,6%)
- Adval Tech (-2,8%)
- Cicor (-2,6%)
- Schweiter (-2,5%)
- Edipresse (+24%)
- Mindset (+12,1%)
- BT&T (+9,4%)
- Escor (+8,0%)
- COS (+7,7%)
ch
News
SIX: Mindset für den restlichen Tag vom Handel ausgesetzt
Zürich (awp) - Die Titel der Mindset Holding AG sind für den Rest des Tags vom Handel ausgesetzt worden. Dies sei auf Antrag des Unternehmens erfolgt, teilte die SIX am Freitag mit.
Das Unternehmen hält am Handelstag eine ausserordentliche Generalversammlung ab. Ein Tagesordnungspunkt ist die Sanierung der Gesellschaft mittels Kapitalherabsetzung und gleichzeitiger Kapitalerhöhung. Sollte dieser Sanierungsantrag nicht angenommen werden, werde der Antrag zur Liquidation der Gesellschaft gestellt, heisst es in einem weiteren Traktandum.
ps/ch
News
AKTIEN SCHWEIZ/Verlauf: Gehalten - Finanztitel gesucht - Roche drücken
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Freitag um die Mittagszeit gehalten mit Kursschwankungen in enger Bandbreite. Der Markt habe sich diese Woche als sehr stabil erwiesen, die Volatilitäten seien stark zurück gekommen, sagte ein Händler. Es scheine so, als ob die Börse sich in einer Seitwärtsbewegung befänden und die vielfach erwartete Konsolidierung (noch) ausbleibe. Nach den deutlichen Kursanstiegen sei jedoch eine Korrektur fällig.
Gesucht seien zum Wochenschluss vor allem Finanzvaloren sowie konjunktursensitive Aktien, so Marktbeobachter. Die Finanztitel würden dabei ohne News von den guten Vorgaben aus den USA, insbesondere der Citigroup, profitieren, so ein Händler. Hingegen seien vor diesem Hintergrund defensive Werte weniger gesucht. Vor allem Roche drücken den Markt, nachdem Avastin in einer Phase-III-Studie bei Prostatakrebs den primären Endpunkt verfehlt habe.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steht um 12.00 Uhr 0,09% höher bei 6`857,86 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt um 0,23% auf 1`048,58 Punkte zu und der SPI um 0,11% auf 5`965,82 Punkte. Aus charttechnischer Sicht rechnet die ZKB bis Anfang nächster Woche mit einem nochmaligen Anstieg des SMI, danach mit einer Seitwärtsbewegung. Auf dem Weg nach oben stosse der SMI bei 6`900 Punkten auf Widerstand.
Tagesgespräch sind heute Roche (-2,1%). Bei einer Phase-III-Studie wurde der primäre Endpunkt für Avastin bei Prostatakrebs in fortgeschrittenem Stadium verfehlt. Damit hat der Pharmakonzern in zwei der drei jüngsten Phase-III-Studien für Avastin den primären Endpunkt nicht erreicht. Das Ergebnis sei zwar negativ zu werten, hiess es beispielsweise bei der ZKB, habe jedoch nur begrenztem Einfluss. Die teils als erwartet, teils als enttäuschend bezeichneten Studienergebnisse hätten einige Gewinnmitnahmen ausgelöst, hiess es im Handel. Infolge der starken Gewichtung der Roche GS wird der SMI gedrückt, dies zumal auch Novartis (-0,3%) leicht nachgeben. Nestlé (+0,3%) vermögen leicht auszugleichen.
Durch grössere Verluste fallen auch Sonova (-2,6%) auf. Auch in diesen Titeln sei zu Gewinnmitnahmen geschritten worden. Auslöser war, dass sich der US-Hörgerätemarkt im Februar erstmals seit Ende 2008 wieder rückläufig entwickelt hatte. Weitere Gewinnrealisationen seien auch in Geberit (-1,7%) zu beobachten. Die Titel hatten am Vortag nach Zahlen bereits knapp 4% verloren.
Die Mehrheit der Aktien legt allerdings zu, angeführt von GAM (+3,2%) und Petroplus (+2,9%). Unter den weiteren zyklischen Titeln ziehen ABB (+1,5% auf 22,50 CHF) an. ABB profitieren von einer deutlichen Kurszielerhöhung durch die Citigroup auf 27 CHF. Das US-Institut hat dabei gleichzeitig die Kaufempfehlung für das Papier bekräftigt. Der Konzern biete weiterhin attraktive längerfristige Wachstumsaussichten, so die Begründung.
Im Bankensegment legen im Zuge der Avancen der US-Banken am Vortag UBS (+1,8%) und CS (+1,4%) deutlich zu. Unter den Assekuranzaktien ziehen Swiss Re (+1,0%), ZFS (+0,8%) und Bâloise (+0,7%) an. Die Basler würden auch davon profitieren, dass im Konflikt der beiden Tochtergesellschaften Deutscher Ring Sach und Deutscher Ring Leben mit der zu Signal Iduna gehörenden Deutscher Ring Kranken eine Lösung in Griffweite gerückt sei, hiess es.
Im breiten Markt fallen StarragHeckert nach leicht enttäuschendem Jahresgewinn um 1,8% zurück, wogegen Mobilezone (ebenfalls nach Jahreszahlen) um 4,3% zulegen. Escor klettern nach dem am Vorabend publizierten Jahresergebnis gar um 8,2%. BVZ sind nach Zahlen noch ungehandelt.
u-blox legen nach einem Auftrag von Fujitsu um 5,4% zu. Meyer Burger (+3,0%) haben einen 20-Mio-Auftrag aus China erhalten. Mindset legen im Vorfeld der am Nachmittag stattfindenden ausserordentlichen Generalversammlung, wo es um das Überleben der Firma geht, 15,2% zu.
rt/uh
News
u-blox stattet Mini-Notebook von Fujitsu mit GPS-Technologie aus (AF)
(Meldung vom Vorabend ergänzt um weitere Angaben, Analystenstimme und Aktienkurs)
Thalwil (awp) - Die u-blox Holding AG rüstet das Mini-Notebook UH900 von Fujitsu mit einem GPS-Empfänger aus. In dem Gerät sei die Mobile PC Navigationssoftware von Garmin vorinstalliert und das GPS-Modul NEO-5Q von u-blox integriert, teilte u-blox am Donnerstagabend mit. Das UH900 sei jetzt in Nordamerika und Asien verfügbar.
Der neueste Ultra Mobile PC von Fujitsu repräsentiere die nächste Generation von Elektronikgeräten - tragbar, extrem leistungsfähig und ortskundig, wird Adrian Tan, General Manager von u-blox Asien zitiert. Fujitsu profitiere von der nahtlosen Kompatibilität von u-blox zu der neuen Sensor- und Location-Plattform von Windows 7, mit der ganz einfach auf eine breite Palette externer Sensoren zugegriffen werden könne.
Die Analysten der ZKB werten die Neuigkeit als positiv. u-blox rüste damit zum ersten Mal eine Serie von Notebooks eines namhaften Herstellers mit GPS-Chips aus, heisst es am Freitag. Dazu zeige der Design-Win, dass GPS-Lösungen vermehrt Anwendung ausserhalb der klassischen Navigationsgeräte fänden.
Auch die Börse honoriert den Auftrag. Bis um 10.05 Uhr rücken die Titel in einem leicht schwachen Gesamtmarkt um 3,9% auf 37,40 CHF vor. Seit Jahresbeginn haben die Valoren um über 40% zugelegt.
cc/uh
News
AKTIEN SCHWEIZ/Eröffnung: Nach freundlichem Start knapp ins Minus gefallen
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Freitag im frühen Geschäft wenig verändert. Er hat zwar etwas höher eröffnet, die Anfangsgewinne in der ersten halben Stunde aber nicht verteidigen können. Die Ausschläge in den einzelnen Titel halten sich in relativ engem Rahmen. Unterstützung erhält das Börsensentiment in Europa von guten Vorgaben aus den USA, wo die Kurse gegen Handelsende nochmals anzogen, und aus Tokio. Als Bremse für den Gesamtmark erweisen sich dagegen Roche, welche ein negatives Studienergebnis mit Avastin verarbeiten müssen.
Aus charttechnischer Sicht bleiben die Chancen für den SMI auch nach dem markanten Anstieg der vergangenen vier Wochen intakt. Auf Sicht von ein bis drei Tagen sei zuerst mit einem nochmaligen Anstieg und dann mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen, heisst es dazu bei der ZKB. Ein Widerstand befinde sich bei 6`900 Punkten.
Das Blue-Chips-Barometer SMI steht um 09.30 Uhr 0,04% tiefer bei 6`848,83 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legt dagegen ebenso minim 0,07% auf 1`046,98 Punkte zu, wogegen der SPI wiederum 0,03% auf 5`957,48 Punkte einbüsst.
Roche (-1,3%) geben von den Bluechips mit am meisten Terrain preis. Bei einer Phase-III-Studie wurde der primäre Endpunkt für Avastin bei Prostatakrebs in fortgeschrittenem Stadium verfehlt. Damit hat der Pharmakonzern in zwei der drei jüngsten Phase-III-Studien für Avastin den primären Endpunkt nicht erreicht. Das Ergebnis sei zwar negativ zu werten, hiess es beispielsweise bei der ZKB, jedoch nur mit begrenztem Ausmass.
Schwächer stehen daneben auch Sonova (-1,5%) und Swatch (-0,3%) sowie mit Verlusten von unter 0,2% Geberit und Adecco. Geberit hatten am Vortag im Anschluss an die Jahreszahlen bereits knapp 4% verloren.
Die Mehrheit der Aktien legt allerdings zu, angeführt von Clariant, GAM (je +1,3%) und ABB (+1,0% auf 22,38 CHF). ABB profitieren von einer deutlichen Kurszielerhöhung durch die Citigroup auf 27 CHF. Das US-Institut hat dabei gleichzeitig die Kaufempfehlung für das Papier bekräftigt. Der Konzern biete weiterhin attraktive längerfristige Wachstumsaussichten, so die Begründung. Und das Risiko eines negativen Einflusses durch den Preisdruck im Markt werde nun geringer eingeschätzt. Hier könnte sich im Gegenteil gar eine positive Überraschung anbahnen.
Bâloise (+0,7%) sind ebenfalls weit oben zu finden. Die Versicherung hat im Konflikt der beiden Tochtergesellschaften Deutscher Ring Sach und Deutscher Ring Leben mit der zu Signal Iduna gehörenden Deutscher Ring Kranken eine Lösung gefunden. Dies sei ein positiver Schritt in die richtige Richtung, der zeige, dass für die Situation Lösungen gefunden werden können, so die Einschätzung der Bank Vontobel.
Im breiten Markt fallen StarragHeckert nach leicht enttäuschendem Jahresgewinn um 3,6% zurück, wogegen Mobilezone - ebenfalls nach Jahreszahlen - 3,7% zulegen.
Escor klettern nach dem am Vorabend publizierten Jahresergebnis gar um 5,9% nach oben, übertroffen einzig noch von den volatilen Mindset (+10,6%). u-blox legen nach einem Auftrag von Fujitsu 3,3% zu, Meyer Burger (+1,6%) haben einen 20-Mio-Auftrag aus China erhalten.
cf/uh
News
AKTIENFOKUS/Roche verlieren nach Studienversagen von Avastin bei Prostatakrebs
Zürich (awp) - Die Aktien der Roche Holding AG liegen am Freitag in der Eröffnungsphase im Angebot. Marktbeobachter führen die Abgaben auf die vorbörslich bekanntgegebenen schlechten Studiendaten für Avastin bei Prostatakrebs zurück. Der Pharmakonzern hat gemeldet, dass das Medikament bei einer Phase-III-Studie in Kombination mit einer Docetaxel-Chemotherapie und Prednison den primären Endpunkt bei Prostatakrebs in fortgeschrittenem Stadium verfehlt hatte.
Roche GS verlieren bis um 09.55 Uhr um 1,5% auf 176,10 CHF und sind damit unter den grössten Verlierern bei den Blue Chips. Der SMI sinkt um 0,09%. Novartis geben um 0,3% nach.
Einige Analysten haben das Versagen von Avastin bei Prostatakrebs erwartet, für andere ist es eine Enttäuschung. "Aufgrund der hohen Hürde des primären Endpunkts Gesamtüberlebenszeit und der bisher schwer zu behandelnden Form hormon-refraktärem Prostatakrebs ist im Markt ohnehin nur mit einer geringen Erfolgswahrscheinlichkeit gerechnet worden", schreibt beispielsweise die ZKB in einem Kommentar. Zu den beobachteten Nebenwirkungen wie verstärkte Blutungstendenz sowie Infektionen heisst es, dass diese bei der Schwere der Grunderkrankung in einer Risiko-/Nutzenabwägung zu tolerien seien.
Aussagen über sekundäre Endpunkte wie Stillstand des Fortschreitens der Krankheit (PFS), Reduktion des Biomarkers Prostata-spezifisches Antigen und das Nebenwirkungsprofil seien aber noch nicht gemacht worden, so die ZKB.
Im Weiteren hält die ZKB fest, dass das Wachstumspotenzial für Avastin in der beinahe schon universellen Anwendung gegen alle erdenklichen Krebsformen liegt und das Medikament das Mittel der Wahl in der Mehrheit der Krebstherapien bleibt. "Der Einsatz bei Magen- und Prostata-Krebs ist auf jeden Fall reduziert und somit nicht das volle Umsatzpotenzial ausgeschöpft, jedoch sind in anderen Medikamentenkombinationen und bei der Auswahl anderer Endpunkte wie PFS doch noch verringerte Umsätze zu erwarten", so die ZKB.
Negativer äussert sich die Bank Vontobel, die das Studienergebnis als "enttäuschend" bezeichent. In der Folge senkt das Institut die Spitzenumsatzerwartung für Avastin um rund 650 Mio CHF, zuvor ging man für die getestete Indikation von einem Umsatz von bis zu 1,6 Mrd CHF aus, heisst es in einem Kommentar. Die Erfolgswahrscheinlichkeit war von Vontobel auf 40% veranschlagt worden. Die risikoadjustierte Umsatzerwartung für Avastin betrug zuvor 9 Mrd CHF. In der Folge nimmt Vontobel das Kursziel um 5 CHF zurück auf neu 210 CHF. Die Empfehlung lautet weiterhin auf "Buy".
Die Deutsche Bank sieht die Konsensus-Umsatzschätzungen für Roche durch das schlechte Abschneiden von Avastin bei Prostatakrebs um 0,5-2% reduziert, jene für den Kerngewinn um 1-4%. Die zuständigen Analysten weisen allerdings darauf hin, dass die Erfolgswahrscheinlichkeit bei Prostatakrebs mit höheren Risiken verbunden gewesen sei als dies bei den bisherigen Anwendungsgebiete von Avastin der Fall gewesen sei. Die Deutsche Bank bestätigt ihre "Hold"-Empfehlung (Kursziel: 174 CHF).
rt/uh
News
ÜBERSICHT SCHWEIZ/Börsenrelevante Informationen
Zürich (awp) - Nachfolgend eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen für den laufenden Börsentag (Morgen):
UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
- Roche verfehlt mit Avastin primären Endpunkt bei Prostatakrebs
- Bâloise: DR Leben/Sach und DR Kranken lösen Organisationsvertrag sofort auf
- Bâloise nominiert Michael Becker für Wahl in den Verwaltungsrat
- GAM nominiert Diego du Monceau für die Wahl in den Verwaltungsrat
- StarragHeckert 2009: Reingewinn 11,5 Mio CHF (VJ 24,8 Mio)
EBIT 15,4 Mio CHF (VJ 35,1 Mio)
Dividende auf 15 CHF (NWR) gesenkt (VJ 20 CHF)
2010: Umsatz und Gewinn unter VJ erwartet
- Mobilezone 2009: Umsatz 297,9 Mio CHF (VJ 318,0 Mio)
Konzerngewinn 23,3 Mio CHF (VJ 22,9 Mio)
Dividende von 0,55 CHF (VJ 0,43 CHF) je Aktie vorgeschlagen
Sieht laufendem Geschäftsjahr optimistisch entgegen
- BVZ 2009: Ertrag 126,8 Mio CHF (VJ 130,8 Mio)
EBITDA 30,1 Mio CHF (VJ 24,5 Mio)
Konzerngewinn von 7,2 Mio CHF (VJ 5,6 Mio)
Dividende von unverändert 9,00 CHF je Aktie vorgeschlagen
- Flughafen Zürich: Passagier-Aufkommen im Februar +8,9% gg VJ auf 1`545`724
- Escor 2009: Reingewinn von 1,7 Mio CHF - Dividende von 1,00 CHF pro Aktie
- Meyer Burger schliesst Vertrag über 20 Mio CHF mit chinesischer Jiangxi Sornid
- ENR Russia Invest: Paramount Finanz scheitert mit Antrag auf Sonderprüfung
- u-blox stattet Mini-Notebook von Fujitsu mit GPS-Technologie aus
- Zehnder schlägt Urs Buchmann zur Neuwahl in den Verwaltungsrat vor
- Rätia Energie verzeichnet Abgang im Verwaltungsrat
BETEILIGUNGSMELDUNGEN
- UBS/Government of Singapore meldet Anteil von 6,454%
- Alpine Select meldet 3,17% eigene Aktien
PRESSE FREITAG
- keine relevanten Nachrichten
-
ANSTEHENDE INFORMATIONEN VON UNTERNEHMEN
Freitag:
- StarragHeckert: BMK 2009
- BVZ: BMK 2009
- aoGV: Mindset
Montag:
- Forbo: Ergebnis + BMK 2009
- Partners Group: Ergebnis + BMK 2009
- Tornos: Ergebnis + BMK 2009
- Mikron: Ergebnis + BMK 2009
- BFW Liegenschaften: Ergebnis + BMK 2009
- Aryzta: Ergebnis H1
- GV: Schindler
Dienstag:
- Crealogix: Ergebnis H1
- Helvetia: Ergebnis + BMK 2009
- AFG: Ergebnis + BMK 2009
- Bucher Industries: Ergebnis + BMK 2009
- Kardex: Ergebnis + BMK 2009
- MCH Group: Ergebnis 2009
- Lindt & Sprüngli: Ergebnis + BMK 2009
- Galenica: Ergebnis + BMK 2009
- GV: Walter Meier
WICHTIGE ANSTEHENDE WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN
- EU/Eurostat: Industrieproduktion Januar (11:00)
- US/Einzelhandelsumsatz Februar (14:30)
- US/Index der Verbraucherstimmung der Universität (15:55)
- US/Lagerbestände Januar (16:00)
- CH/BFS: Produzenten- und Importpreisindex Februar (Montag)
- CH/Seco: Konjunkturprognosen vom März 2010 (Dienstag)
WIRTSCHAFTSDATEN
-
SONSTIGES
- Nächster Eurex-Verfall: 19.3.2010
- ex-Dividende: Also (0,70 CHF per HEUTE)
BÖRSENINDIZES
- SMI vorbörslich: +0,15% auf 6`861,92 Punkte (08.25 Uhr)
- SMI (Donnerstag): -0,32% auf 6`852 Punkte
- SLI (Donnerstag): -0,33% auf 1`046 Punkte
- SPI (Donnerstag): -0,25% auf 5`959 Punkte
- Dow Jones (Donnerstag): +0,42% auf 10`612 Punkte
- Nasdaq Comp (Donnerstag): +0,40% auf 2`368 Punkte
- Dax (Donnerstag): -0,14% auf 5`929 Punkte
- Nikkei 225 (Freitag): +0,81% auf 10`751 Punkte
STIMMUNG
- Vorgaben leicht positiv - Roche-News könnten Gesamtmarkt etwas belasten
cc/uh
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AKTIEN SCHWEIZ/Vorbörse: Knappes Plus - Roche bremsen leicht
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt zeigt sich am Freitag im vorbörslichen Geschäft etwas fester. Die Vorgaben aus den USA und Japan sind dabei freundlich und bieten eine gewisse Starthilfe. Nach wie vor gelte für den SMI, dass nach oben die Luft zwar etwas dünn sei, das Rückschlagpotential derzeit aber limitiert, hiess es in Händlerkreisen.
Der Markt dränge auch im Bereich des Jahreshochs von knapp unter 6`900 Punkten vom vergangenen Mittwoch noch nach oben, weil es neben den Aktien aktuell wenig attraktive Investitionsmöglichkeiten gebe. Von den vergangenen 19 Börsentagen beendeten die hiesigen Aktien denn auch lediglich deren sechs mit rückläufigen Kursen.
Um 08.20 Uhr steht der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI 0,11% höher bei 6`859,08 Punkten.
Am meisten gesucht sind vorbörslich ABB (+1,5%), welche von einer deutlichen Kurszielerhöhung durch die Citigroup auf 27 CHF profitieren. Das US-Institut hat dabei gleichzeitig die Kaufempfehlung für das Papier bekräftigt. Der Konzern biete weiterhin attraktive längerfristige Wachstumsaussichten, so die Begründung.
Etwas überdurchschnittlich legen auch Adecco (+1,1%), Syngenta (+0,8%) oder Synthes (+0,6%) zu, ohne dass es dazu fundamentale Gründe gäbe.
Roche (-0,3%) werden von einem negativen Testergebnis mit dem Medikament Avastin etwas zurückgebunden. Roche hat mit einer Phase-III-Studie den primären Endpunkt für Avastin bei Prostatakrebs in fortgeschrittenem Stadium verfehlt. Damit hat der Pharmakonzern in zwei der drei jüngsten Phase-III-Studien für Avastin den primären Endpunkt nicht erreicht
Auf der Verlierseite fallen Swatch (-0,8%) etwas auf, ansonsten bewegen sich die Bluechips vor der offiziellen Eröffnung des Handels nicht gross.
Von den Nebenwerten stehen StarragHeckert, Mobilezone, BVZ und Escor nach Zahlen verstärkt im Fokus.
Gespannt darf man auch auf die weitere Entwicklung von Panalpina sein, welche am Vortag im Anschluss an die Jahreszahlen bereits 3,5% zugelegt hatten. Heute könnte die Aufstufung auf "Buy" durch die Deutsche Bank unterstützend wirken.
cf/uh
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AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Konsolidierung setzt sich fort
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Donnerstag mit Verlusten beendet. Die Börse habe den jüngsten Konsolidierungskurs damit fortgesetzt, hiess es am Markt. Über weite Strecken hätten Impulse gefehlt und aus technischer Sicht sei die Börse reif für eine Korrektur. Im Blick der Anleger standen unter den Bluechips vor allem Geberit nach Geschäftszahlen und Swatch wegen der Bilanzmedienkonferenz.
Weder die geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (SNB) noch US-Makrodaten vermochten die Börse am Nachmittag zu beeindrucken. Die SNB hält die Geldschleusen offen und versorgt die Wirtschaft weiterhin grosszügig mit Liquidität. Der Leitzins bleibt vorerst bei rekordtiefen 0,25%. Deutlich zuversichtlicher sind die Währungshüter bei der Entwicklung der Gesamtwirtschaft. Im Einklang mit der Wall Street reduzierten sich die Verluste im späten Handel jedoch etwas.
Das Blue-Chips-Barometer SMI sank um 0,32% auf 6`851,73 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verlor 0,33% auf 1`046,20 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,25% auf 5`959,48 Stellen.
Bei Geberit (-4,0%) kam es nach der Zahlenvorlage zu Gewinnmitnahmen. Nach anfänglich moderaten Verlusten schlossen die Valoren klar am Ende der Tabelle im SMI/SLI. Die Resultate für 2009 seien zwar gut, so das Fazit der Kommentatoren, die Aktie sei aber schon sehr stattlich bewertet und der zurückhaltende Ausblick für 2010 gebe kaum Anlass zu Freudensprüngen.
Swatch legten dagegen an der Tabellenspitze um 0,8% zu. Die Uhrentitel profitieren von Aussagen des CEO Nick Hayek an der Bilanzmedienkonferenz. Der Bieler Uhrenkonzern konnte die Verkäufe von Schmuck und Uhren im Januar und Februar 2010 sogar gegenüber dem Rekordjahr 2008 steigern und strebt 2010 bei Umsatz und Ergebnis neue Rekorde an. Die Titel des Branchennachbarn Richemont (+0,2%) konnten nicht ganz folgen.
Zu den grösseren Verlierern zählten noch Synthes (-0,9%), Syngenta (-1,1%) und Adecco (-1,4%). Auch ABB (-1,8%) gaben deutlich nach, trotz eines Auftrags für ein Solarkraftwerk in Spanien.
Nach Avancen am Vortag korrigierten ZFS (-0,3%), Swiss Re (-0,6%) und UBS (-0,3%). UBS-CEO Grübel erklärte in der Tagespresse, die SNB habe auf den von der UBS übernommenen Papieren keine Verluste realisiert, sondern daran verdient. Einen Widerspruch zur Aussage der Nationalbank über Verluste in Höhe von 2,6 Mrd CHF durch die Papiere sah Grübel mit Verweis auf den Bewertungsansatz nicht.
Swiss Life (-0,1%) verloren trotz Äusserungen von VRP Rolf Dörig in einem Zeitungsinterview, wonach der Lebensversicherer noch Potenzial für Kostensenkungen. Bei Julius Bär (-0,4%) verwiesen Marktteilnehmer auf eine Beteiligungsreduktion von Wellington bei der Bank sowie auf reduzierte Gewinnschätzungen für 2010 durch die Analysten von Cheuvreux.
Demgegenüber verbuchten Clariant (+0,7%) und Givaudan (+0,7%) ohne News überdurchschnittliche Avancen.
Bei Petroplus (+0,6%) sahen Händler positive Impulse vom US-Raffineriesektor. Das Kaufinteresse in Übersee scheine auf Europa und damit auf die Aktien von Petroplus überzugreifen, hiess es. Auch würden zuvor aufgebaute Baisseengagements geschlossen. CS (+0,8%) profitierten von einer Studie zum europäischen Bankensektor.
Unter den Indexschwergewichten tendierten Roche (+0,1%) leicht fester, Novartis (-0,3%) sahen dagegen Abschläge. Die CS empfahl Anlegern eine Übergewichtung in den grossen Pharmawerten und bezeichnete dabei Roche, Merck & Co. sowie Pfizer als am besten positioniert. Nestlé (-0,4%) belasteten ebenfalls.
Aus dem Pharmasegment verloren Actelion 0,4%, die zunächst von Übernahme-Spekulationen profitiert hatten. Dem Allschwiler Unternehmen wurde ein Interesse an der US-Gesellschaft Intermune nachgesagt.
Im breiten Markt gab es mit Implenia (+4,5%), Panalpina (+3,5%), Intershop (+1,6%) und BEKB (+0,6%) einige Abschlüsse. Meyer Burger (+3,9% auf 25,20 CHF) legten nach der Neuabdeckung durch Jefferies mit einer "Buy"-Empfehlung und Kursziel 29 CHF zu.
cc/ch
News
ÜBERSICHT SCHWEIZ/Börsenrelevante Informationen
Zürich (awp) - Nachfolgend eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen für den laufenden Börsentag (Nachmittag):
UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
- Geberit 2009: Reingewinn 397,5 Mio CHF (AWP-Konsens: 391 Mio)
EBIT 526,7 Mio CHF (AWP-Konsens: 526 Mio)
EBITDA 611,0 Mio CHF (AWP-Konsens: 611 Mio)
Dividende von 6,40 (VJ 5,40) CHF vorgeschlagen
Grosse Unsicherheit verunmöglicht quantitative Prognosen für 2010
Sieht sich für kommende Herausforderungen gut gerüstet
CEO an BMK: 2010 zurückhaltend, mittel- bis längerfristig optimistisch
EBITDA-Marge 2010 im Bereich Zielkorridor von 23 bis 25% erw
Weiterer Rückgang in Europa erwartet
- Swatch-CEO am BMK:
Ausserordentliches Wachstum in den Monaten Jan/Feb. ggü Vj
Streben 2010 beim Umsatz und Gewinn neue Rekordergebnisse an
Streben operative Marge von 20% und mehr an
Schauen uns nach Übernahmemöglichkeiten um
- ABB gewinnt Auftrag über 30 Mio USD für Solarkraftwerk in Spanien
- Swisscom/ComCom senkt Wiederverkaufspreise für Mietleitungen um bis zu 30%
Swisscom: ComCom-Entscheid berücksichtigt Marktrealitäten nicht
Bereits getroffene Rückstellungen von 30 Mio CHF ausreichend
- Panalpina 2009: Nettoumsatz 5`958 Mio CHF (AWP-Konsens: 5`958 Mio)
Bruttogewinn 1`377 Mio CHF (AWP-Konsens: 1`382 Mio)
EBIT 30 Mio CHF (AWP-Konsens: 29,3 Mio)
Reingewinn nach Mind 8,5 Mio CHF (AWP-Konsens: 10,6 Mio)
Dividendenverzicht vorgeschlagen
2010: Zuversichtlich, mindestens auf Marktniveau zu wachsen
Luft- + Seefrachtmarkts wachsen im mittleren einst. Bereich
Weiterhin keine Rückstellungen für laufende Untersuchungen
- Implenia 2009: Umsatz 2`279,8 Mio CHF (AWP-Konsens: 2`323 Mio)
Reingewinn 47,1 Mio CHF (AWP-Konsens: 39,9 Mio)
Dividende 0,70 (VJ: 0,50 CHF)
Generalunternehmung mit hohen Auftragsbestand ins Jahr gestartet
CEO an BMK: Implenia-CEO: Wollen mittelfristig EBIT von 100 Mio CHF
80% des Umsatzes 2010 ist mit Aufträgen gesichert
- Intershop 2009: Reingewinn 50,6 Mio CHF (VJ 58,9 Mio)
Nettoliegenschaftsertrag 74,2 Mio CHF (VJ 69,2 Mio)
Dividende von 20,00 (VJ 20,00) CHF je Aktie beantragt
2010: Leicht rückläufige Mieterträge erwartet
VRP an BMK: Strategische Differenzen für Rücktritt nicht ausschlaggebend
- Sarasin/Bank Zweiplus mit Gewinn von 7,8 Mio CHF im ersten Geschäftsjahr
- Basilea: Nochmalige Prüfung von Ceftobiprol bei CHMP beantragt
- BEKB 2009: Jahresgewinn von 155,4 Mio CHF (VJ: 140,3 Mio)
Dividende 4,80 CHF je Aktie (VJ 4,40 CHF) vorgeschlagen
- u-blox lanciert End-to-end-Lösung für Photo-Geotagging
- Aryzta/Tochter Origin im Halbjahr mit Gewinnrückgang um 28%
- Cosmo hat die Übernahme von BioXell vollzogen
- EFG eröffnet neuen Wealth-Management-Standort in Florida
- Tamedia streicht 14,3 Vollzeitstellen im Druckzentrum Bubenberg
- Evolva beteiligt sich an Vanilin- und Polysaccharid-Forschungsprojekt
BETEILIGUNGSMELDUNGEN
- Julius Bär/Wellington baut auf 2,91% ab
- Nobel Biocare/UBS meldet Beteiligung von 4,86%
- UBS meldet eigene Erwerbspositionen von 1,96%, Veräusserungsposit. von 14,58%
- Bioxell/Cosmo hält nach Ende Übernahmeangebot 98,96%
- WTG/BlackRock baut auf 2,96% ab
- Siegfried/Aktionärsgruppen melden Anteil von 57,24% bzw. 9,1%/35,71%
PRESSE DONNERSTAG
- Swiss Life: Mehr Potenzial für Kostensenkungen im Vorsorgegeschäft (VRP Tagi)
-
ANSTEHENDE INFORMATIONEN VON UNTERNEHMEN
Donnerstag:
- Flughafen Zürich: Verkehrsstatistik Februar (nachbörslich)
Freitag:
- StarragHeckert: Ergebnis + BMK 2009
- Mobilezone: Ergebnis 2009
- BVZ: Ergebnis + BMK 2009
- Mindset: aoGV zu Finanzierung etc
Montag:
- Forbo: Ergebnis + BMK 2009
- Partners Group: Ergebnis + BMK 2009
- Tornos: Ergebnis + BMK 2009
- Mikron: Ergebnis + BMK 2009
- BFW Liegenschaften: Ergebnis + BMK 2009
- Swiss Small Cap Invest: Ergebnis 2009
- Aryzta: Ergebnis H1
- GV: Schindler
WICHTIGE ANSTEHENDE WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN
- CH/BFS: Produzenten- und Importpreisindex Februar (Montag)
WIRTSCHAFTSDATEN
- SNB: Sondersatz 0,53 (0,53)%; Kassazinssatz 1,92 (1,90)%
Repos 1-Woche zu 0,05% - Libor bei 0,25%
- CH/BAKBASEL erhöht Prognose für BIP-Wachstum 2010 auf 1,2 (0,7)%, 2011 +1,7%
- SNB belässt Libor-Zielband bei 0,0 bis 0,75%
SNB strebt weiterhin Libor von 0,25% an
SNB setzt expansive Geldpolitik fort
SNB wird übermässigem Franken-Anstieg entschieden entgegenwirken
SNB: BIP-Prognose 2010 bei "rund +1,5%" gesehen (bisher: 0,5 bis 1%)
SNB: Jahresteuerung 2010 bei +0,7% (bisher: +0,5%) gesehen
SNB: Konjunkturerholung in der Schweiz sollte sich fortsetzen
- EU/Eurostat: Leistungsbilanzdefizit sinkt im vierten Quartal 2009
- US/Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe -6.000 auf 462.000 (PROG: -9.000)
- US/Handelsbilanz Jan Defizit 37,29 Mrd USD (PROG: Defizit 41,0 Mrd USD)
SONSTIGES
- Nächster Eurex-Verfall: 19.3.2010
- ex-Dividende: Also (0,70 CHF per 12.3.); Schindler (2,00 CHF per 17.3.);
BÖRSENINDIZES (16.00 Uhr)
- SMI: -0,62% auf 6`831 Punkte
- SLI: -0,63% auf 1`043 Punkte
- SPI: -0,55% auf 5`942 Punkte
- Dax: -0,39% auf 5`914 Punkte
- FTSE 100: -0,57% auf 5`609 Punkte
- CAC 40: -0,71% auf 3`915 Punkte
- Dow Jones: -0,50% auf 10`515 Punkte
- Nasdaq Comp: -0,33% auf 2`351 Punkte
Schwächste Titel im SLI/SMI:
- Geberit (-4,4%)
- ABB (-1,7%)
- Adecco (-1,5%)
- Holcim (-1,3%)
- Synthes (-1,1%)
Stärkste Titel im SLI/SMI:
- Clariant (+1,1%)
- Givaudan (+0,6%)
- Sonova (+0,6%)
- Swatch (+0,4%)
- Petroplus (+0,3%)
Auffällige Bewegungen SPI:
- Edipresse N (-9,1%)
- Norinvest (-7,1%)
- Also (-4,4%)
- Pelikan (-4,4%)
- Schlatter (-4,3%)
- Evolva (+12,1%)
- Airesis (+5,7%)
- Infranor (+5,3%)
- Implenia (+4,5%)
- BFW (+4,4%)
ch
News
AKTIEN SCHWEIZ/Verlauf: Weiter auf Konsolidierungskurs - Kaum Impulse
Zürich (awp) - An der Schweizer Börse setzt sich am Donnerstag der am Vortag begonnene Konsolidierungskurs bis zum Mittag fort. Es fehlten weitgehend die Impulse, sagte ein Händler, und auch aus technischer Sicht sei die Börse reif für eine Korrektur. Die ZKB erwartet vorderhand bzw. in den nächsten beiden Handesltagen noch mit einer Fortsetzung des Seitwärtstrends. Danach seien tiefere Notierungen möglich, wie es in einem Kommentar heisst.
Keinen allzu grossen Einfluss auf den hiesigen Aktienmarkt dürfte die vierteljährliche, geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (14 Uhr) haben. Dafür erwartet der Händler von den um 14.30 Uhr anstehenden US-Arbeitsmarktdaten einen möglichen Hinweis auf die Eröffnung der US-Börse und damit Impulse für den hiesigen Markt. Hingegen seien die US-Aussenhandelsdaten von geringerer Bedeutung.
Das Blue-Chips-Barometer SMI sinkt bis um 12.00 Uhr um 0,17% auf 6`862,11 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert um 0,16% auf 1`047,95 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,11% auf 5`967,58 Punkte.
Im SMI/SLI fallen Geberit (-3,9%) durch die prozentual grössen Einbussen auf. Das Unternehmen hat mit den vorbörslich vorgelegten Zahlen die Konsenserwartungen der Analysten bei EBIT und EBITDA getroffen, beim Reingewinn leicht übertroffen. Für das laufende Jahr sieht sich das Management infolge grosser Unsicherheiten allerdings nicht in der Lage, eine quantitative Prognose abzugeben. Die Zahlen und die erhöhte (Jubiläums-)Dividende wurden zwar begrüsst, dennoch wurde in den Titeln angesichts der hohen Bewertung zu Gewinnmitnahmen geschritten.
Zu den weiteren grösseren Verlierern zählen Holcim (-1,1%). Nach Avancen am Vortag korrigieren u.a. Julius Bär (-0,9%), Adecco (-0,8%), ZFS (-0,4%), UBS (-0,3%), Nestlé (-0,3%) oder Swiss Re (-0,3%). Swiss Life (-0,3%) verlieren trotz Äusserungen des Verwaltungsrats-Präsidenten, Rolf Dörig, in einem Zeitungsinterview, wonach der Lebensversicherer noch Potenzial für eine weitere Senkung der Verwaltungskosten hat.
Demgegenüber verbuchen Clariant (+1,3%) ohne News die prozentual grössten Avancen. Swatch legen um 1,1% zu. Die Uhrentitel profitieren von Aussagen des CEO Nick Hayek, wonach im laufenden Jahr beim Umsatz und Gewinn neue Rekordwerte erreicht werden sollen. Die Branchennachbarn Richemont (+0,2%) vermögen nicht ganz zu folgen. Givaudan (+0,8%) oder Sonova (+0,7%) sind weitere grössere Gewinner.
GAM (+0,6%) und CS (+0,8%) machen mit Avancen eine Ausnahme unter den ansonsten tiefer bewerteten Finanzvaloren.
Unter den Indexschwergewichten notieren Roche und Novartis (je -0,1%) kaum verändert. Die Credit Suisse rät Anlegern eine Übergewichtung in den grossen Pharmawerten und bezeichnet dabei Roche, Merck & Co. sowie Pfizer als am besten positioniert. Nestlé (-0,3%) belasten etwas stärker.
Aus dem Pharmasegment haben Actelion (-0,1%) ins Minus gedreht, nachdem sie zuvor noch von Spekulationen profitiert hatten, wonach das Allschwiler Unternehmen ein Interesse an der Übernahme der US-Gesellschaft Intermune bzw. einem Medikament auf gutem Weg zur Zulassung bei idiopathischer pulmonaler Fibrose (IPF) haben könnte. Actelion hatte vergangene Woche enttäuschende Studienergebnisse mit Tracleer bei IPF vorgelegt und verzichtet auf diese zweite Indikation. Nun wird auch Roche ein Interesse nachgesagt.
Im breiten Markt sind einige Abschlüsse vorhanden, mit Implenia (+4,5%), Panalpina (+2,5%), Intershop (+1,6%) und BEKB (+0,6%). Implenia hat beim Umsatz die Konsensuserwartungen nicht ganz erfüllt, beim EBIT und Reingewinn hingegen übertroffen. Panalpina hat beim Nettoumsatz, Bruttogewinn und EBIT im Vergleich zu den Erwartungen eine Punktlandung hingelegt, beim Reingewinn etwas enttäuscht. Der Logistikkonzern konnnte anfängliche Verluste wettmachen.
Meyer Burger (+3,5% auf 25,10 CHF) profitieren von der Aufnahme der Abdeckung durch Jefferies mit einer "Buy"-Empfehlung und Kursziel 29 CHF.
rt/uh
News
AKTIENFOKUS/Geberit: Zahlen ohne grosse Überraschungen - Aktien geben nach
Zürich (awp) Die Namenaktien der Geberit AG geben am Donnerstagmorgen nach. Die für das abgelaufene Jahr publizierten Profitabilitätszahlen bewegen sich im Rahmen der Erwartungen. Positiv aufgenommen wurden die erneut gesteigerte EBITDA-Marge sowie die aus Anlass der 10-jährigen Börsenkotierung vorgeschlagene Sonderdividende von 1 CHF. Die Aktie sei aber schon hoch bewertet, heisst es in Analystenkreisen.
Geberit verlieren um 10.30 Uhr 3,3% auf 188,60 CHF, derweil der Gesamtmarkt gemessen am SPI auf Vortagesniveau tendiert.
Die von Geberit vorgelegten Zahlen für das abgelaufene Jahr sorgten in der Analystengemeinde für wenig Überraschung. Gemessen an den Konsens-Schätzung gelang dem Sanitärtechnik-Konzern auf Stufen EBITDA und EBIT geradezu eine Punktlandung. Der Gewinn kam am oberen Ende der Schätzungsbandbreite zu liegen. Für die Bank Vontobel erfüllt das Ergebnis denn auch die Erwartungen.
Gelobt wird von den Analysten die auf ein neues Rekordniveau gestiegene EBITDA-Marge. Die EBITDA-Marge konnte von 26,4% auf 28,0% gesteigert werden, was innerhalb des Bau- und Industriesektors eine einzigartige Profitabilität darstelle, schreibt die ZKB. Die "herausragenden" Margen seien nicht zuletzt der strengen Kostenkontrolle, den niedrigeren Rohmaterialpreisen und den erfolgreichen Produktlancierungen zwischen 2007 und 2009 zu verdanken, begründet Vontobel.
Als "Glanzpunkt" bezeichnet Vontobel zudem die auf 6,40 CHF erhöhte Dividende.
Geberit habe in einem anspruchsvollen 2009 Rekordmargen erzielt, was die starke Marktstellung und Kostenführerschaft unterstreiche. Die eher hohe Bewertung mache die Luft für überdurchschnittliche Kursfortschritte jedoch dünn, so die ZKB. Auch Vontobel sieht wenig kurzfristige Impulse für die Aktien. Dass Geberit ein Top-Unternehmen sei und ein sehr gutes Ergebnis für das Geschäftsjahr 2009 vorlege, sei im Aktienkurs bereits eskomptiert.
Weder ZKB noch Vontobel machen grossen Anpassungsbedarf für ihre Schätzungen aus und bestätigen ihre Ratings von "Marktgewichten" bzw. "Hold".
gab/tp
News
AKTIEN SCHWEIZ/Eröffnung: Konsolidierung fortgesetzt - technische Reaktionen
Zürich (awp) - An der Schweizer Börse setzt sich heute Donnerstag in der Eröffnungsphase die am Vortag eingeleitete Konsolidierung fort. Aus den USA fehlten positive Impulse, heisst es im Handel dazu, daher sei das Geschäft vor allem durch technische Reaktionen und Vorsicht geprägt. Der Dow-Jones-Index hat nach Schluss der europäischen Börsen noch leicht nachgegeben; aus Tokio kommen hingegen etwas positive Impulse.
Unter den Blue Chips hat heute einzig Geberit Zahlen vorgelegt. Swatch hält ausserdem die Bilanzpressekonferenz ab, die Zahlen dazu wurden bereits vor ein paar Wochen veröffentlicht. Keinen allzu grossen Einfluss auf den hiesigen Aktienmarkt dürfte die vierteljährliche, geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (14 Uhr) haben.
Das Blue-Chips-Barometer SMI sinkt bis um 09.30 Uhr um 0,04% auf 6`870,95 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) verliert um 0,07% auf 1`048,91 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,01% auf 5`973,94 Punkte.
Der Markt sei zu weiten Teilen gesättigt, schreiben auch die Charttechniker der Deuschen Bank in einem Kommentar. Der nächste Widerstand im SMI sei bei 6`905/10, die nächste Unterstützung bei 6`850/55.
Im SMI/SLI sind in der Regel die Gewinner von gestern Mittwoch die Verlierer von heute und umgekehrt. So verlieren die Finanzvaloren zumeist, während Pharmatitel etwas gesucht sind. UBS (-0,5%), Julius Bär (-0,4%), ZFS (-0,4%) oder Swiss Re (-0,2%) geben nach. GAM (-0,4%) verlieren weiter.
Eine Ausnahme machen CS (+0,3%) und Swiss Life (+0,1%). Der Verwaltungsrats-Präsident des Lebensversicherers, Rolf Dörig, hat in einem Zeitungsinterview noch Potenzial für eine weitere Senkung der Verwaltungskosten ausgemacht, was die Titel stützt.
Geberit (-1,6%) hat mit den heute vorbörslich vorgelegten Zahlen die Konsenserwartungen der Analysten beim EBIT und EBITDA getroffen, beim Reingewinn leicht übertroffen. Für das laufende Jahr sieht sich das Management infolge grosser Unsicherheiten allerdings nicht in der Lage, eine quantitative Prognose abzugeben. Die Zahlen und die erhöhte (Jubiläums-)Dividende wurden zwar begrüsst; der Titel sei aber schon sehr hoch bewertet, hiess es.
Im Zuge einer technischen Reaktion verteuern sich Roche (+0,3%) und Novartis (+0,2%) etwas. Die Credit Suisse rät Anlegern eine Übergewichtung in den grossen Pharmawerten und zieht dabei Roche vor. Mit einem Zeithorizont bis 2015 seien Roche, Merck & Co. sowie Pfizer dank stabiler oder steigender Umsätzen und Gewinnen am besten positioniert, kommt das Institut in einer Studie zum Schluss. Unter den weiteren Indexschwergewichten notieren Nestlé unverändert.
Aus dem Pharmasegment sind Actelion (+0,8%) im Zuge von Anschlusskäufen gesucht. Am Vortag sind bereits Spekulationen aufgekommen, wonach das Allschwiler Unternehmen ein Interesse an der Übernahme der US-Gesellschaft Intermune haben könnte. Nach einer Zulassungsempfehlung einer Expertenkommission der US-Gesundheitsbehörde FDA für das Intermune-Medikament Pirfenidone bei idiopathischer pulmonaler Fibrose (IPF) stelle der Mitbewerber ein attraktives und erschwingliches Übernahmeziel für Actelion dar, hiess es im Markt. Actelion hatte vergangene Woche enttäuschende Studienergebnisse mit dem Hauptprodukt Tracleer bei IPF vorgelegt und verzichtet auf diese zweite Indikation.
Die prozentual grössen Avancen erzielen die zyklischen Clariant (+0,7%) und Givaudan (ebenfalls +0,7%).
Im breiten Markt sind die Abschlüsse mit Implenia (+3,8%), Intershop (+1,2%), BEKB (+0,6%) und Panalpina (-0,4%) etwas zahlreicher. Implenia hat beim Umsatz die Konsensuserwartungen nicht ganz erfüllt, beim EBIT und Reingewinn hingegen übertroffen. Panalpina hat beim Nettoumsatz, Bruttogewinn und EBIT im Vergleich zu den Erwartungen eine Punktlandung hingelegt, beim Reingewinn etwas enttäuscht.
Basilea (-1,1%) hat vorbörslich angekündigt, dass der Kooperationspartner Johnson&Johnson nach der negativen Empfehlung der vorberatenden EU-Kommission für die Zulassung von Ceftobiprol eine nochmalige Prüfung beantragt. Marktteilnehmer räumen dem Vorhaben aber wenig Chancen ein.
Hingegen profitieren Meyer Burger (+1,9% auf 24,70 CHF) von der Aufnahme der Abdeckung durch Jefferies mit einer "Buy"-Empfehlung und Kursziel 29 CHF.
Evolva (+5,1%) sind im Zuge eines Forschungsprojektes für die biosynthetische Herstellung von Vanilin gesucht. Auf der Gegenseite finden sich Schlatter (-5,3%).
rt/uh
News
AKTIEN SCHWEIZ/Vorbörse: Gehalten - Gewinnmitnahmen bei Finanztiteln
Zürich (awp) - Die Schweizer Börse dürfte heute Donnerstag auf der Basis vorbörslicher Indikationen mehr oder weniger gehalten eröffnen. Damit könnte sich die jüngste Konsolidierungsphase fortsetzen, zumal in den USA der Dow-Jones-Index nach Schluss der europäischen Börsen noch leicht nachgegeben hat. Aus Tokio kommen dagegen einigermassen positive Impulse.
Unter den Blue Chips hat heute einzig Geberit Zahlen vorgelegt. Swatch hält ausserdem die Bilanzpressekonferenz ab, die Zahlen dazu wurden bereits vor ein paar Wochen veröffentlicht. Keinen allzu grossen Einfluss auf den hiesigen Aktienmarkt dürfte die vierteljährliche, geldpolitische Lagebeurteilung der Schweizerischen Nationalbank (14 Uhr) haben.
Bis um 08.15 Uhr steigt der vorbörslich von Clariden Leu berechnete SMI um 0,02% auf 6`874,96 Punkte.
Heute Donnerstag sind in der Regel die Gewinner des Vortages die Verlierer und umgekehrt. So fallen nach den Avancen des Vortages vor allem Finanztitel durch Gewinnmitnahmen auf. Mit CS (-0,8%), Julius Bär (-0,8%), UBS (-0,3%), Swiss Life (-0,9%) oder Swiss Re (-0,3%) erfolgen in diesem Segment durchwegs Abgaben. Nach den Vortagesgewinnen geben auch Nestlé (-0,5%) wieder nach. Dagegen sind die am Vortag verschmähten defensiven Pharmavaloren wieder gesucht. Roche (+1,0%) und Novartis (+0,8%) stützen den Markt.
Ansonsten halten sich die Kursveränderungen in engen Grenzen, mit Ausnahme von Swatch (-1,4%) und Richemont (-1,4%). Auch diese Werte gehörten am Vortag zu den Gewinnern und leiden nun unter Gewinnmitnahmen.
Das SLI-Unternehmen Geberit hat mit den heute vorbörslich vorgelegten Zahlen die Konsenserwartungen der Analysten beim EBIT und EBITDA getroffen, beim Reingewinn leicht übertroffen. Für das laufende Jahr sieht sich das Management infolge grosser Unsicherheiten allerdings nicht in der Lage, eine quantitative Prognose abzugeben. Für Freude unter den Anlegern dürfte dagegen die erhöhte (Jubiläums-)Dividende sorgen.
Im breiten Markt sind die Abschlüsse mit Implenia, Panalpina, Intershop und BEKB etwas zahlreicher. Sie könnten auf Titelebene noch etwas Bewegung bringen. Implenia hat beim Umsatz die Konsensuserwartungen nicht erfüllt, beim EBIT und Reingewinn hingegen übertroffen. Panalpina hat beim Nettoumsatz, Bruttogewinn und EBIT im Vergleich zu den Erwartungen eine Punktlandung hingelegt, beim Reingewinn etwas enttäuscht.
rt/uh
News
ÜBERSICHT SCHWEIZ/Börsenrelevante Informationen
Zürich (awp) - Nachfolgend eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen für den laufenden Börsentag (Morgen):
UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
- Geberit 2009: Reingewinn 397,5 Mio CHF (AWP-Konsens: 391 Mio)
EBIT 526,7 Mio CHF (AWP-Konsens: 526 Mio)
EBITDA 611,0 Mio CHF (AWP-Konsens: 611 Mio)
Dividende von 6,40 (VJ 5,40) CHF vorgeschlagen
Grosse Unsicherheit verunmöglicht quantitative Prognosen für 2010
Sieht sich für kommende Herausforderungen gut gerüstet
- Panalpina 2009: Nettoumsatz 5`958 Mio CHF (AWP-Konsens: 5`958 Mio)
Bruttogewinn 1`377 Mio CHF (AWP-Konsens: 1`382 Mio)
EBIT 30 Mio CHF (AWP-Konsens: 29,3 Mio)
Reingewinn nach Mind 8,5 Mio CHF (AWP-Konsens: 10,6 Mio)
Dividendenverzicht vorgeschlagen
2010: Zuversichtlich, mindestens auf Marktniveau zu wachsen
Luft- + Seefrachtmarkts wachsen im mittleren einst. Bereich
Weiterhin keine Rückstellungen für laufende Untersuchungen
Implenia 2009: Umsatz 2`279,8 Mio CHF (AWP-Konsens: 2`323 Mio)
Reingewinn 47,1 Mio CHF (AWP-Konsens: 39,9 Mio)
Dividende 0,70 (VJ: 0,50 CHF)
Generalunternehmung mit hohen Auftragsbestand ins Jahr gestartet
- Intershop 2009: Reingewinn 50,6 Mio CHF (VJ 58,9 Mio)
Nettoliegenschaftsertrag 74,2 Mio CHF (VJ 69,2 Mio)
Dividende von 20,00 (VJ 20,00) CHF je Aktie beantragt
2010: Leicht rückläufige Mieterträge erwartet
- Basilea: Nochmalige Prüfung von Ceftobiprol bei CHMP beantragt
- BEKB 2009: Jahresgewinn von 155,4 Mio CHF (VJ: 140,3 Mio)
Dividende 4,80 CHF je Aktie (VJ 4,40 CHF) vorgeschlagen
- u-blox lanciert End-to-end-Lösung für Photo-Geotagging
- Cosmo hat die Übernahme von BioXell vollzogen
- EFG eröffnet neuen Wealth-Management-Standort in Florida
- Tamedia streicht 14,3 Vollzeitstellen im Druckzentrum Bubenberg
- Evolva beteiligt sich an Vanilin- und Polysaccharid-Forschungsprojekt
BETEILIGUNGSMELDUNGEN
- Julius Bär/Wellington baut auf 2,91% ab
- Nobel Biocare/UBS meldet Beteiligung von 4,86%
- UBS meldet eigene Erwerbspositionen von 1,96%, Veräusserungsposit. von 14,58%
- Bioxell/Cosmo hält nach Ende Übernahmeangebot 98,96%
- WTG/BlackRock baut auf 2,96% ab
- Siegfried/Aktionärsgruppen melden Anteil von 57,24% bzw. 9,1%/35,71%
PRESSE DONNERSTAG
- Swiss Life: Mehr Potenzial für Kostensenkungen im Vorsorgegeschäft (VRP Tagi)
-
ANSTEHENDE INFORMATIONEN VON UNTERNEHMEN
Donnerstag:
- Geberit: BMK 2009
- Swatch: BMK 2009
- Implenia: BMK 2009
- Panalpina: BMK 2009
- Intershop: BMK 2009
- Flughafen Zürich: Verkehrsstatistik Februar (nachbörslich)
Freitag:
- StarragHeckert: Ergebnis + BMK 2009
- Mobilezone: Ergebnis 2009
- BVZ: Ergebnis + BMK 2009
- Mindset: aoGV zu Finanzierung etc
Montag:
- Forbo: Ergebnis + BMK 2009
- Partners Group: Ergebnis + BMK 2009
- Tornos: Ergebnis + BMK 2009
- Mikron: Ergebnis + BMK 2009
- BFW Liegenschaften: Ergebnis + BMK 2009
- Swiss Small Cap Invest: Ergebnis 2009
- Aryzta: Ergebnis H1
- GV: Schindler
WICHTIGE ANSTEHENDE WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN
- EU/Europäische Zentralbank (EZB), Monatsbericht März (10.00)
- SNB: Geldpolitische Lagebeurteilung (14:00)
- CH/BFS: Produzenten- und Importpreisindex Februar (Montag)
- EU/Eurostat, Leistungsbilanz 4Q (1. Veröffentlichung: 11:00)
- US/Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche; 14:30)
- US/Handelsbilanz Januar (14:30)
WIRTSCHAFTSDATEN
-
SONSTIGES
- Nächster Eurex-Verfall: 19.3.2010
- ex-Dividende: Also (0,70 CHF per 12.3.); Schindler (2,00 CHF per 17.3.);
BÖRSENINDIZES
- SMI vorbörslich: +0,02% auf 6`874,96 Punkte (08.15 Uhr)
- SMI (Mittwoch): +0,08% auf 6`874 Punkte
- SLI (Mittwoch): +0,29% auf 1`050 Punkte
- SPI (Mittwoch): +0,10% auf 5`974 Punkte
- Dow Jones (Mittwoch): +0,03% auf 10`567 Punkte
- Nasdaq Comp (Mittwoch): +0,78% auf 2`359 Punkte
- Dax (Mittwoch): +0,86% auf 5`937 Punkte
- Nikkei 225 (Donnerstag): +0,96% auf 10`665 Punkte
STIMMUNG
- Eher schwachen Vorgaben aus den USA - Defensive dürften stützen
uh
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AKTIEN SCHWEIZ/Schluss: Gehalten - Finanztitel und Zykliker gesucht
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt schloss am Mittwoch gehalten. Der SMI beendete den Handel nach Kursschwankungen in enger Bandbreite und einem im Verlauf erzielten neuen Jahreshoch kaum verändert. Nachdem der Markt nach einer höheren Eröffnung über weite Strecken leicht im Minus gelegen hatte, stützte in der Schlussphase eine vorwiegend unter dem Einfluss von Finanzvaloren leicht anziehende New Yorker Börse. Am Schluss überwog jedoch die Vorsicht wieder etwas.
Generell mangelte es aber weitgehend an Impulsen für deutlichere Avancen. Im Allgemeinen waren Finanztitel und konjunktursensitive Valoren gesucht. Die Indexschwergewichte neutralisierten sich weitgehend: Während Roche und Novartis nachgaben, kompensierten die anziehenden Nestlé deren negativen Einfluss. Vereinzelt prägten Spezialsituationen wie bei Swiss Re das Geschehen.
Das Blue-Chips-Barometer SMI schloss um 0,08% höher auf 6`873,59 Punkten. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) stieg um 0,29% auf 1`049,63 Zähler und der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,10% auf 5`974,31 Punkte.
Swiss Re (+0,4%) konnten ihre frühen Verluste aufholen. Der Rückversicherer hatte am Morgen erste Angaben zur Schadenbelastung aus dem Erdbeben in Chile und dem Wintersturm Xynthia in Europa gemacht. Mit insgesamt 640 Mio CHF muss Swiss Re etwas mehr als von Analysten erwartet tragen. Allerdings sei zu berücksichtigen, dass die Aktie bereits am Folgetag des Erdbebens in Chile an Terrain eingebüsst hatte, so Marktbeobachter.
Mit Bâloise (+3,7%) lag ein weiterer Versicherer im Plus und verbuchte die prozentual grössten Gewinne. Die Titel profitierten von einer Ratingerhöhung durch Keefe, Bruyette & Woods auf "Outperform". Der zuständige Analyst attestiert dem Titel im Vorfeld der Ergebnispublikation ein Aufwärtspotenzial von 36%, die Aktien seien daher einen Kauf wert.
Ebenfalls aus dem Finanzbereich avancierten CS (+1,0%), Julius Bär (+1,0%) oder UBS (+0,4%). Nachdem der US-Bankenindex bereits zu Handelbeginn eine gute Vorgabe geboten hatte, stützte die weitere Entwicklung der US-Bankentitel in der letzten Handelsphase nochmals, wie es am Markt hiess.
Unter den konjunktursensitiven Valoren waren Richemont (+2,2%) und Swatch (+1,6%) gefragt. Swatch hält am Donnerstag die Bilanzpressekonferenz ab, nachdem der Uhrenkonzern bereits zuvor über das Ergebnis 2009 berichtet hatte. Weitere Gewinner waren u.a. Adecco (+1,4%), Clariant (+0,9%) oder Geberit (+0,7%); letztere informieren ebenfalls am Donnerstag über das abgelaufene Geschäftsjahr.
Am deutlichsten zurückgenommen wurden ohne News Nobel Biocare (-2,2%). Nach Gewinnmitnahmen verloren die Indexschwergewichte Roche (-1,1%). Novartis (-0,7%) büssten ebenfalls ein. Der Pharmakonzern kündigte die Aufnahme von 5 Mrd USD am Anleihemarkt an. Die Mittel werden zur Refinanzierung der Alcon-Akquisition sowie für allgemeine Geschäftszwecke verwendet. Händler sprachen von sehr günstigen Konditionen für Novartis.
Unter den weiteren Indexschwergewichten konnten nach Gewinnmitnahmen Nestlé (+0,7%) wieder zulegen.
Actelion (+0,5%) profitierten von Spekulationen um die Übernahme eines Mitbewerbers. Dem Unternehmen wird ein mögliches Interesse an Intermune nachgesagt, nachdem das US-Unternehmen für das Medikament Pirfenidone eine Zulassungsempfehlung bei idiopathischer pulmonaler Fibrose erhalten hat. Mit Tracleer hatte Actelion bei dieser Indikation Schiffbruch erlitten.
Auf eine Rückstufung durch ING reagierten die Papiere des Zementkonzerns Holcim (-0,6%). Das Aktienresearch der Bank hatte in einer Branchenstudie seine Gewinnprognosen und die Anlageratings für die europäischen Baustoffkonzerne überarbeitet.
Im breiten Markt haben Bossard (+3,3%), Swisslog (-2,8%) und Ascom (-2,1%) die Jahreszahlen vorgelegt. Die Gewinnzahlen des Schraubenhändlers Bossard lagen nach Ansicht von Analysten deutlich über den Erwartungen. Auch das Ergebnis von Swisslog wird als "solide" gewertet. In Ascom hätten im Gefolge des Abschlusses Gewinnmitnahme eingesetzt, so Marktbeobachter.
rt/ch
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ÜBERSICHT SCHWEIZ/Börsenrelevante Informationen
Zürich (awp) - Nachfolgend eine Zusammenstellung der wichtigsten Informationen für den laufenden Börsentag (Nachmittag):
UNTERNEHMENSNACHRICHTEN
- Swiss Re stellt Berichtswährung auf US-Dollar von bisher Schweizer Franken um
- Swiss Re: Schadenbelastung Erdbeben Chile ca. 500 Mio USD; Xynthia 100 Mio CHF
- Actelion/FDA will ergänzende Angaben zur Indikationserweiterung für Zavesca
- Novartis nimmt in drei Anleihen 5 Mrd USD auf
Mittel werden für Alcon-Akquisition und allgemeine Zwecke verwendet
- Sonova erweitert Produktpalette um Marke "Sona"
- Bossard 2009: Konzerngewinn 15,3 Mio CHF (VJ 32,4 Mio)
EBIT 18,8 Mio CHF (VJ 45,1 Mio)
Dividende wird auf 1,50 CHF (VJ 3,20 CHF) gekürzt
Leichte Erholung im Q4 2009 setzt sich zu Beginn 2010 fort
2010: Falls Umfeld nicht schwächer wird, Ergebnis über VJ erwartet
CEO bei BMK: Wollen Umsatz innert 5 Jahren auf mindest. 800 Mio verdoppeln
CFO: Jahresumsatz 2010 in Bandbreite von 400 bis 450 Mio CHF erwartet
- Swisslog 2009: Umsatz 649,9 Mio CHF (AWP-Konsens: 643,8 Mio)
EBIT 28,4 Mio CHF (AWP-Konsens: 28,4 Mio)
Reingewinn 17,7 Mio CHF (AWP-Konsens: 18,5 Mio)
Dividende von 0,02 CHF (VJ 0,02 CHF)
2010: Umsatz und EBIT 5% bis 10% unter dem Vorjahr erwartet
aus BMK: 2010 insgesamt drei Grossaufträge erwartet
- Ascom 2009: Umsatz 537,2 Mio CHF (VJ 509,2 Mio)
EBIT 32,8 Mio CHF (VJ 44,0 Mio)
Konzerngewinn 24,4 Mio CHF (VJ 8,2 Mio)
Umsatzplus und EBITDA-Marge von 10 bis 11,5% angestrebt
CEO an BMK: Ascom-CEO: Umsatzwachstum 2010 im einstelligen Prozentbereich erw.
- Sika akquiriert US-Autoglasreparaturgeschäft von ADCO - Umsatz von 6-7 Mio USD
- Pax-Anlage 2009: Reingewinn von 21,9 Mio CHF (VJ 18,8 Mio)
Dividende von 11,00 (11,00) CHF beantragt
2010: Gehen "zum jetzigen Zeitpunkt" von einem guten Verlauf aus
BETEILIGUNGSMELDUNGEN
- Credit Suisse baut eigene Veräusserungspositionen auf 4,93% ab
- Clariant/Royal Bank of Scotland baut auf 3,85% aus
- Basilea/CSAM baut wieder auf 5,01% aus
- Castle Private/LGT-Gruppe baut auf 9,99% ab
- Komax/Sarasin Investmentfonds baut auf 2,95% ab
- Santhera/Gimv meldet Anteil von 4,3%
- Siegfried/Aktionärsgruppen melden Anteil von 57,24% bzw. 9,1%
-
PRESSE MITTWOCH:
- Axpo: "Müssen Strompreise erhöhen, weil Rentabilität rapid sinkt" (VRP in FuW)
- Ascom: Es bestehen keine Pläne für eine Kapitalerhöhung (CEO in HaZ)
ANSTEHENDE INFORMATIONEN VON UNTERNEHMEN
Mittwoch:
- Ascom: BMK 2009
- Bossard: BMK 2009
- Swisslog: BMK 2009
Donnerstag:
- Panalpina: Ergebnis + BMK 2009
- Geberit: Ergebnis + BMK 2009
- Implenia: Ergebnis + BMK 2009
- Intershop: Ergebnis + BMK 2009
- BEA Bern Expo: BMK
- Swatch Group: BMK 2009
- HSBC Private Bank (Suisse): MK Ergebnis 2009
- Flughafen Zürich: Verkehrsstatistik Februar
Freitag:
- StarragHeckert: Ergebnis + BMK 2009
- mobilezone: Ergebnis 2009
- BVZ: Ergebnis + BMK 2009
- Mindset: aoGV zu Finanzierung etc.
WICHTIGE ANSTEHENDE WIRTSCHAFTSNACHRICHTEN
- US/DoE, Rohöllagerbestände (Woche) (16.30)
- US/Haushaltssaldo Februar (20.00)
- CH/SNB: Geldpolitische Lagebeurteilung (Donnerstag)
WIRTSCHAFTSDATEN
- SNB: Kassazinssatz 1,90 (1,86)%
- CH/SNB erwartet 2010 Wirtschaftswachstum von 1%
- CH/SBV 2009: Umsatz im Bauhauptgewerbe steigt um 1,3% auf 18,1 Mrd CHF
- CH/KOF-Konsensus: BIP-Wachstum 2010 bei 1,2% (alt 0,8%), 2011 bei 1,6% erw.
- OPEC erhöht Prognose für globale Ölnachfrage 2010
- US/MBA: Zahl der Hypothekenanträge in den USA leicht gestiegen
- US/Lagerbestände Grosshandel Jan -0,2% (PROG: +0,2%)
SONSTIGES
- Nächster Eurex-Verfall: 19.3.2010
- ex-Dividende: Also (0,70 CHF per 12.3.); Schindler (2,00 CHF per 17.3.)
BÖRSENINDIZES (16.03 Uhr)
- SMI: unv. auf 6`868 Punkte
- SLI: +0,14% auf 1`048 Punkte
- SPI: +0,02% auf 5`969 Punkte
- Dax: +0,59% auf 5`921 Punkte
- FTSE 100: +0,34% auf 5`621 Punkte
- CAC 40: +0,57% auf 3`932 Punkte
- Dow Jones: +0,12% auf 10`578 Punkte
- Nasdaq Comp: +0,44% auf 2`351 Punkte
Stärkste Titel im SLI/SMI:
- Baloise (+2,4%)
- Richemont (+1,5%)
- Adecco (+1,4%)
- Swatch (+1,1%)
- Credit Suisse (+0,9%)
Schwächste Titel im SLI/SMI:
- Nobel Biocare (-2,2%)
- GAM (-1,4%)
- Roche (-0,8%)
- Givaudan (-0,5%)
- Syngenta (-0,5%)
Auffällige Bewegungen SPI:
- Micronas (+13,0%)
- OTI Energy (+12,7%)
- Charles Vögele (+5,0%)
- Schmolz + Bickenbach (+4,3%)
- Newron (+4,1%)
- Mindset (-8,4%)
- Pelikan (-5,8%)
- Swisslog (-5,7%)
- Edisun (-4,8%)
- Bergbahnen Engelberg (-4,7%)
ch
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AKTIEN SCHWEIZ/Verlauf: Knapp unter Vortageswert - Pharmawerte belasten
Zürich (awp) - Der Schweizer Aktienmarkt tendiert am Mittwoch zum Mittagsstunde etwas leichter. Der SMI konnte das in den ersten Handelsminuten erreichte Jahreshoch nicht lange halten. Um die jüngsten Kursgewinne nachhaltig auszuweiten, fehle es einfach an Impulsen, sagten Händler. Vor allem die Pharmaschwergewichte litten unter Gewinnmitnahmen. Die Nachrichtenlage präsentiere sich eher ausgedünnt, weshalb es zu verschiedenen Spezialsituationen nach Analystenkommentaren komme.
Im Fokus der Anleger stehen die Aktien des Rückversicherers Swiss Re, nachdem dieser Angaben zur Schadensbelastung aus dem Erdbeben in Chile und dem Wintersturm Xynthia gemacht hat. Da am Nachmittag auch keine richtungsweisen Konjunkturdaten aus den USA anstehen, richte sich der Blick schon einmal auf den Handelsstart an der Wall Street, hiess es weiter.
Das Blue-Chips-Barometer SMI sinkt bis um 12 Uhr um 0,10% auf 6`861,29 Punkte. Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) steigt derweil leicht um 0,04% auf 1`047,07 Zähler, während der breite Swiss Performance Index (SPI) um 0,08% auf 5`963,60 Punkte nachgibt.
Swiss Re (-0,3%) haben ihre frühen Verluste deutlich reduziert. Der Rückversicherer hat am Morgen erste Angaben zur Schadensbelastung aus dem Erdbeben in Chile und dem Wintersturm Xynthia in Europa gemacht. Mit insgesamt 640 Mio CHF muss Swiss etwas mehr als von Analysten erwartet tragen. Es sei nicht auszuschliessen, dass der Betrag noch nach oben korrigiert werden muss, meinen Experten. Allerdings sei zu berücksichtigen, dass der Valor bereits am Folgetag des Erdbebens in Chile an Terrain eingebüsst hatte.
Bâloise (Aktie: +1,6%) profitieren von einer Ratingerhöhung durch Keefe, Bruyette & Woods auf "Outperform". Der zuständige Analyst attestiert dem Titel im Vorfeld der Ergebnispublikation ein Aufwärtspotenzial von 36%, die Aktien seien daher einen Kauf wert.
Freundlich tendieren auch die Bankenwerte, unterstützt von den Vorgaben des US-Bankenindex vom Vortag. So gewinnen Credit Suisse 0,8% und Julius Bär 1,1%. UBS hinken mit minus 0,1% etwas hinterher.
Gerade in den Vermögensverwaltern sei wieder ein steigendes Momentum zu beobachten, sagten Marktteilnehmer. Sarasin steigen im breiten Markt um 0,4% und Vontobel um 0,8%. Beobachter sind überzeugt, dass die Gewinner der anstehenden Konsolidierung gestärkt aus dem Rennen gehen werden.
Novartis büssen 0,4% ein. Der Pharmakonzern kündigte am Morgen die Aufnahme von 5 Mrd USD am Anleihemarkt an. Die Mittel werden zur Refinanzierung der Alcon-Akquisition sowie für allgemeine Geschäftszwecke verwendet. Händler sprechen von sehr günstigen Konditionen für Novartis. Roche verbilligen sich in Folge von Gewinnmitnahmen um 0,9%.
Actelion büssen 0,1% ein. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hat von dem Pharmakonzern ergänzende präklinische und klinische Informationen bezüglich der Indikationserweiterung für das Medikament Zavesca verlangt. Damit sei Actelion ein weiteres Mal gebremst worden, sagten Beobachter. Der positive Newsflow lasse weiter auf sich warten.
Nach den jüngsten Gewinnmitnahmen erholen sich die Nestlé-Papiere wieder um 0,3%.
Auf eine Rückstufung durch ING reagieren die Papiere des Zementkonzerns Holcim (-0,4%). Das Aktienresearch der Bank hat in einer Branchenstudie seine Gewinnprognosen und die Anlageratings für die europäischen Baustoffkonzerne überarbeitet. Gewinne schreiben hingegen die Inhaber verschiedener anderer zyklischer Aktien wie Adecco (+1,3%), Richemont (+1,4%) und Swatch (+0,9%).
Im breiten Markt haben Bossard (+4,0%), Swisslog (-6,6%) und Ascom (-1,3%) die Jahreszahlen vorgelegt.
Die Gewinnzahlen des Schraubenhändlers Bossard lagen nach Ansicht von Analysten deutlich über den Erwartungen. Besonders erfreulich habe sich die die Bilanz entwickelt. Das Ergebnis von Swisslog wird als "solide" gewertet, allerdings veranlasse der zu Schätzungsreduktionen für das laufenden Jahr. Der hohe Auftragseingang gebe erst wieder für das Jahr 2011 zur Hoffnung Anlass.
ra/rt
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AKTIENFOKUS/Bossard nach Zahlen deutlich im Plus
Zürich (awp) - Die Aktien der Bossard Holding AG stehen am Mittwoch gegen Mittag weiterhin deutlich im Plus. Der Schraubenhändler hat vorbörslich die Gewinnzahlen 2009 veröffentlicht und dabei die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Die Kommentare der Analysten sind entsprechend von einem positiven Unterton geprägt.
Bossard verzeichnen um 11.35 Uhr ein Plus von 2 CHF oder 3,2% höher und notieren bei 65,00 CHF (bisheriges Tageshoch 65,30); gehandelt sind bereits über 25`000 Aktien bei einem durchschnittlichen Tagesvolumen in den letzten Wochen von lediglich knapp 2`500 Stück. Der Gesamtmarkt (SPI) steht 0,05% tiefer.
EBIT und Reingewinn seien deutlich über den Erwartungen gelegen, schreibt die ZKB in einem Kommentar. Positiv sei etwa, dass das "Sorgenkind" Amerika trotz starkem Umsatzrückgang ein positives Betriebsergebnis erzielt habe. Mit einer Eigenkapital-Quote von 56,9% (2008: 45,6%) und einem Gearing von noch 24% (62%) sei Bossard ausserdem "überaus solide finanziert". Die ZKB will die Schätzungen "voraussichtlich erhöhen", das Rating lautet "Übergewichten".
Für Helvea hat Bossard ein starkes Rezessionsmanagement an den Tag gelegt. Ein besonders erfreuliches Element sei die Entwicklung des Cashflows und der Rückgang der Schulden, so die Einschätzung gemäss einem Kurzkommentar des Brokers. Und die Bank Vontobel nennt die Ergebnisse "hervorragend".
Für Vontobel ist allerdings der Ausblick auf das Geschäftsjahr 2010 noch immer vage, auch wenn er von einem positiven Grundton geprägt ist.
Wie erwartet zeige die globale Wirtschaftsflaute zwar deutliche Bremsspuren, heisst es bei Wegelin. Der dennoch überraschend hoch ausgefallene Gewinn sei jedoch erfreulich und zeige, dass die eingeleiteten Massnahmen fruchteten. Auch der freie Cashflow, die deutliche Reduzierung der Nettoverschuldung und die Marktanteilsgewinne dürften für Wohlwollen unter den Investoren sorgen.
Der Ausblick lasse zudem darauf hoffen, dass auch auf Umsatzebene das Gröbste passiert und eine sanfte Belebung des Geschäfts (zumindest in einigen Regionen) möglich sei, so Wegelin weiter. Zusammen mit der moderaten Bewertung der Aktie dürften die Voraussetzungen für einen weiteren Kursschub und damit ein Hochschrauben der Papiere Richtung 65-CHF-Marke gegeben sein.
Vontobel stuft den Titel mit "Hold" und einem Kursziel von 66 CHF ein, die ZKB mit Übergewichten".
cf/uh
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