Medienmitteilungen

Basel, 8. Februar 2017

 

 

Solides Wachstum und höherer Gewinn bei der Bank Coop

Starke Leistung im Kerngeschäft

Die Bank Coop hat den Erfolg des ersten Halbjahres 2016 fortgeschrieben und kann ein noch stärkeres zweites Halbjahr vorweisen. Mit Zunahmen in den drei wesentlichen Erfolgsgrössen präsentiert die Bank ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2016: Der Geschäftsertrag, der die operative Leistung widerspiegelt, stieg um 1,8 Mio. CHF (+0,8%), der Geschäftserfolg verzeichnete ein leichtes Plus von 0,1% und der Jahresgewinn erhöhte sich um 1,1 Mio. CHF auf 45,7 Mio. CHF (+2,6%). Zentral für das sehr gute Ergebnis ist eine starke Leistung im wichtigsten Ertragspfeiler, im Zinsengeschäft. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft konnte um 3,9%, der Netto-Erfolg um 4,2% gesteigert werden. Positiv entwickelt haben sich mit +251,2 Mio. CHF (+1,8%) auch die Kundenausleihungen; die Kundeneinlagen nahmen um 71,9 Mio. CHF (+0,6%) zu.Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,7% auf fast 17 Mrd. CHF.Das ausgezeichnete Ergebnis ermöglichte eine weitere Stärkung der Eigenmittel (nach Gewinnverwendung) um 32,6 Mio. CHF (+2,9%). Der Verwaltungsrat wird der Generalversammlung eine unveränderte Brutto-Dividende von 1,80 CHF pro Aktie vorschlagen.

Eindrückliche Steigerung im Zinsengeschäft

Die Bank Coop kann in ihrem Kerngeschäft ein hervorragendes Ergebnis vorweisen. Der Brutto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft stieg um 3,9% bzw. 6,5 Mio. CHF auf 171,8 Mio. CHF. Beeinflusst wurde diese positive Entwicklung durch ein professionell geführtes Bilanzstrukturmanagement und eine Optimierung der Refinanzierungsstruktur. So wurden bankintern festgelegte Margen im Hypothekargeschäft konsequent angewendet, die Spargeldkonditionen an die Marktverhältnisse angepasst und die fällige, hochverzinsliche Obligationenanleihe durch günstigere Pfandbriefdarlehen ersetzt. Die erneute Qualitätsverbesserung des Kreditportefeuilles hat zu einer moderaten Auflösung von +1,9 Mio. CHF bei den ausfallrisikobedingten Wertberichtigungen im Zinsengeschäft geführt (Vorjahr: +1,5 Mio. CHF). Dadurch resultiert ein um 4,2% bzw. 7,0 Mio. CHF höherer Netto-Erfolg aus dem Zinsengeschäft von 173,8 Mio. CHF.

 

Marktunsicherheiten prägen Kommissionsgeschäft

Ausgeprägte Marktunsicherheiten machten sich in einer anhaltenden Zurückhaltung der Anleger bemerkbar. Die Wertschriftentransaktionen bewegten sich im gesamten Geschäftsjahr auf tiefem Niveau, was den Rückgang des Erfolgs aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 6,8% auf 56,8 Mio. CHF massgeblich beeinflusste. Aus dem Handelsgeschäft, welches die Bank Coop ausschliesslich mit Kunden erwirtschaftet, resultierte ein um 0,4 Mio. CHF geringerer Erfolg von 11,1 Mio. CHF. Dies ist hauptsächlich bedingt durch rückläufige Absicherungsgeschäfte der Kundschaft und die dadurch geringeren Einnahmen aus Devisentransaktionen.

 

Zunehmende Bautätigkeit führt zu Wachstum im Hypothekargeschäft

Die leicht zunehmende Bautätigkeit für Wohnungen und Geschäftsflächen wirkt sich positiv auf das Hypothekargeschäft der Bank Coop aus. Die Hypothekarforderungen verzeichnen ein Wachstum um 2,0% bzw. 270,1 Mio. CHF auf 14,1 Mrd. CHF. Dennoch bleibt die Bank Coop ihren strengen Kreditvergaberichtlinien treu. Sie konzentriert sich seit Jahren auf Schuldner mit hervorragender Bonität, verfolgt konservative Belehnungsstandards und legt hohe Tragbarkeitsansprüche fest. Insbesondere bei der Finanzierung von Renditeobjekten ist sie zurückhaltend.

 

Leichtes Plus bei den Kundeneinlagen

Die Kundeneinlagen weisen 2016 mit einer Veränderung von +71,9 Mio. CHF bzw. +0,6% ein leichtes Plus auf. Durch die derzeit gering verzinsten Spargelder suchten Privatkunden nach Alternativen. Mit der im Oktober neu lancierten Anlagelösung, einer Vermögensverwaltung ab 10‘000 CHF, hat die Bank Coop eine erfolgreiche Alternative geschaffen. Bereits in den ersten drei Monaten investierten Kunden annähernd 80 Mio. CHF in die neue Anlagelösung. Dies führte dazu, dass die Verpflichtungen gegenüber Kunden in Spar- und Anlageform mit -11,8 Mio. CHF (-0,1%) leicht abnahmen. Die übrigen Verpflichtungen gegenüber Kunden erfuhren einen deutlichen Anstieg um 83,7 Mio. CHF (+3,1%). Dies ist darauf zurückzuführen, dass institutionelle Kunden über reichlich Liquidität verfügen, welche sie hauptsächlich in Festgelder anlegten.  

 

Sichtbare Modernisierung

Im März 2016 hat die Bank Coop ihr erstes digitales Produkt lanciert, die Online-Hypothek digihyp. Die Büros am Hauptsitz in Basel wurden modernisiert und mit dem Umbau der Geschäftsstelle Lugano-Cioccaro begonnen. Diese sichtbaren Massnahmen sind Voraussetzung einer modernen Bank, die sich neben der physischen Präsenz auch auf die veränderten Kundenbedürfnisse im digitalen Bereich einstellt. Die entsprechenden Investitionen in die Infrastruktur und die Digitalisierung führten zusammen mit der Umsetzung regulatorischer Anforderungen zu einem leicht höheren Geschäftsaufwand von 1,7% auf 161,1 Mio. CHF.

 

Jahresergebnis über dem Vorjahr

Die starke operative Leistung der Bank Coop zeigt sich in dem um 1,8 Mio. CHF höheren Geschäftsertrag (+0,8%), der zur Jahreshälfte noch leicht im Minus lag (-0,6%). Dank dem erfreulichen Resultat im Zinsengeschäft konnten die niedrigeren Erträge aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft vollständig kompensiert werden. Abzüglich des Geschäftsaufwandes, der 1,7% über dem Vorjahr lag, ergibt sich ein um 0,1% höherer Geschäftserfolg. Dieser führt zusammen mit dem ausserordentlichen Ertrag zu einem Jahresgewinn, der 2,6% über dem Vorjahr liegt. Ohne die gegenüber dem Vorjahr um 5,2 Mio. CHF höheren Aufwände für zukunftsgerichtete Projekte wäre der Geschäftserfolg gar um 6,1% gestiegen.

 

Weiter gesteigerte Liquidität und gestärkte Kapitalbasis

Die Bilanzsumme der Bank Coop erreichte per Ende 2016 16,9 Mrd. CHF. Neben dem starken Wachstum des Hypothekarkreditgeschäfts wurde das Liquiditätsmanagement weiter optimiert. Die aktuelle Liquidität, gemessen anhand der Liquidity Coverage Ratio (LCR) von 155,4%, übersteigt die gesetzlichen Vorgaben deutlich. Die Bank Coop stellt ungeachtet der nach Basel III vorgesehenen vierjährigen Übergangsfrist schon heute eine Liquiditätsquote von dauerhaft über 100% sicher. Die Gesamtkapitalquote stieg per Ende 2016 auf 16,5% (Vorjahr: 16,3%) und dokumentiert damit die nochmals gestärkte Kapitalausstattung und die solide Risikotragfähigkeit der Bank Coop.

 

Ausblick

Die Bank Coop geht davon aus, dass die Zinswende 2017 ausbleibt und das Umfeld in ihrem Kerngeschäft anspruchsvoll bleibt. Davon unabhängig investiert sie weiter in die physischen und digitalen Kundenkanäle. 2017 folgen Umbauten bzw. Standortverlagerungen bei weiteren sechs Geschäftsstellen. Ergänzend wird weiter in die Digitalisierung investiert. Im Anlagegeschäft werden die Vermögensverwaltungsmandate neu positioniert. Das Angebot wird vereinfacht und die Preismodelle transparenter gestaltet. Zusätzlich führen weitere regulatorische Neuerungen (u.a. AIA, MiFid) zu umfangreichen Umsetzungsarbeiten. Die Investitionen in die Zukunft und das Negativzinsumfeld stellen für die Bank Coop weiterhin grosse Herausforderungen dar.

 

Hanspeter Ackermann, Vorsitzender der Geschäftsleitung:
"2016 haben wir eine starke operative Leistung gezeigt, auf die wir stolz sein dürfen. Wir investieren in unsere Geschäfts-stellen und die digitalen Kundenkanäle. Uns ist es wichtig,  eine Bank zu sein, die auf allen Kanälen und für jedes Alter ein positives Kundenerlebnis bietet."

 

Weitere Details zum Jahresergebnis finden Sie in den Beilagen und unter www.bankcoop.ch.

 

Weitere Auskünfte erteilt:

Natalie Waltmann

Leiterin Kommunikation

Bank Coop AG, CEO Office

Telefon: +41 (0)61 286 26 03

E-mail: natalie.waltmann@bankcoop.ch